Deutsche Wissenschaftsorganisationen verteidigen Open Access

Gegen Diffamierungen im Heidelberger Appell

Führende deutsche Wissenschaftsorganisationen haben sich in der Debatte um Open Access zu Wort gemeldet. Sie weisen die Behauptungen, die die Initiatoren des Heidelberger Appells "Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte" aufstellen, zurück.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Es ist ein Kulturkampf ums Wissen. Seit Wochen polemisieren die Initiatoren des Heidelberger Appells "Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte" in der Presse und im Internet gegen die Open-Access-Aktivitäten der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Die von dem Heidelberger Literaturwissenschaftler Roland Reuß und seinen Unterstützern gegen die Open-Access-Befürworter erhobenen Vorwürfe reichen von urheberrechtsfeindlich bis zu grundgesetzwidrig. Nach langem Schweigen haben sich nun auch die angegriffenen Organisationen an die Öffentlichkeit gewandt. Sie schreiben in einer gemeinsamen Erklärung:

Stellenmarkt
  1. Spezialistin*Spezialisten mit dem Schwerpunkt User Experience- / User Interface-Design
    Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau
  2. (Senior) Agile Coach Consultant (m/w/d)
    AUSY Technologies Germany AG, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Nürnberg
Detailsuche

"In der Erklärung 'Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte', die von zahlreichen Verlegern und Autoren unterzeichnet wurde, sieht sich die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit der inakzeptablen Unterstellung konfrontiert, die Freiheit zur Veröffentlichung in grundgesetzwidriger Weise beschneiden zu wollen. Die Allianz-Initiative 'Digitale Information' - auf die sich die Initiatoren der oben genannten Erklärung beziehen - verfolgt im Gegenteil das Ziel, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der bestmöglichen Informationsinfrastruktur auszustatten, die sie für ihre Forschung brauchen."

Weder gehe es den Wissenschaftsorganisationen um einen kostenfreien Zugang zu belletristischen Werken, noch darum, Wissenschaftlern vorschreiben zu wollen, wo und wie sie ihre Werke primär veröffentlichen. Es gehe bei Open Access einzig und allein um die Frage der Sekundärveröffentlichung von Forschungsergebnissen, die das Resultat öffentlicher Förderung darstellten:

"Wir erwarten..., dass die Autoren der Gesellschaft, die ihre Forschung durch Steuermittel möglich macht, einen einfachen Zugang zu ihren Publikationen eröffnen, der zudem die öffentliche Hand möglichst wenig finanziell belastet. Wo dies primär nicht durch die Veröffentlichung in einem Open-Access-Medium geschehen kann, sollen die Autoren ihre Publikationen über Open-Access-Repositorien verfügbar machen, wo immer dies rechtlich möglich ist."

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Unterzeichnet wurde die gemeinsame Erklärung der Wissenschaftsorganisationen von der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Fraunhofer Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Hochschulrektorenkonferenz, der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und vom Wissenschaftsrat. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kamerasystem
Tesla gibt Ultraschallsensoren und Parkfunktionen auf

Tesla will auf Ultraschallsensoren in seinen Autos zugunsten des Kamerasystems Tesla Vision verzichten und muss vorübergehend Funktionen streichen.

Kamerasystem: Tesla gibt Ultraschallsensoren und Parkfunktionen auf
Artikel
  1. Industrielles Metaversum: Es kann immer wieder Revolutionen geben
    Industrielles Metaversum
    "Es kann immer wieder Revolutionen geben"

    Chefs von Devs Teamviewer-CTO Dr. Mike Eissele gibt einen tiefen Einblick, wie sich das Unternehmen auf den Arbeitsplatz ohne Bildschirme vorbereitet.
    Ein Interview von Daniel Ziegener

  2. Energiespeicherung: China nimmt 100-Magawatt-Durckluftspeicher in Betrieb
    Energiespeicherung
    China nimmt 100-Magawatt-Durckluftspeicher in Betrieb

    In dem Speicher in Nordchina wird elektrischer Strom in Form von komprimierter Luft gespeichert.

  3. Microsoft: Windows installiert ungefragt Spotify-App
    Microsoft
    Windows installiert ungefragt Spotify-App

    Kunden von Windows 10 und Windows 11 waren überrascht, als eine Spotify-App auf der Taskleiste auftauchte. Die kam wohl mit einem Update.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Inno3D RTX 3090 Ti 1.999€, MSI B550 Mainboard 118,10€, LG OLED 48" 799€, Samsung QLED TVs 2022 (u. a. 65" 899€, 55" 657€) • Alternate (Acer Gaming-Monitore) • MindStar (G-Skill DDR4-3600 16GB 88€, Intel Core i5 2.90 Ghz 99€) • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /