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Eric S. Raymond: "Wir brauchen die GPL nicht mehr"

Raymond sieht BSD-Lizenz als Alternative. Open-Source-Guru Eric S. Raymond hat sich in einem Vortrag bei der Long Island Linux User Group zur GPL geäußert. Seiner Ansicht nach wird die GPL mittlerweile nicht mehr benötigt, da der Markt Unternehmen bestraft, die freien Code in ein Closed-Source-Produkt integrieren. Daher müsse nicht eine Lizenz diese Rolle übernehmen.
/ Julius Stiebert
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In seinem Vortrag(öffnet im neuen Fenster) bei der Long Island Linux User Group(öffnet im neuen Fenster) vertrat Raymond eine "ketzerische" These. Es werde zu viel über Lizenzen nachgedacht, so Raymond. Speziell würden Lizenzen, die dafür bestrafen, freien Quellcode in Closed-Source-Produkten zu verwenden, nicht mehr benötigt.

Generell sei das Open-Source-Entwicklungsmodell dem Closed-Source-Modell überlegen. Daher sei es eine schlechte Idee, ein Open-Source-Projekt zu nehmen, es in Closed Source umzuwandeln und darum ein Geschäft aufzuziehen. Denn, so Raymond, das ursprüngliche Projekt existiere weiter und entwickle sich schneller und effizienter als ein Projekt, an dem nur ein kleines Team von Entwicklern innerhalb der Firma arbeite. Daher denke er, dass die GPL nicht mehr gebraucht werde. Der Markt bestrafe das Verhalten, das die GPL verhindern will, ohnehin.

Speziell Anwälte und Firmenchefs schüchtere die GPL zudem ein. Sie fürchteten, dass ihre Geschäftsgeheimnisse durch die GPL offenbart würden. Die BSD-Lizenz hält Raymond für eine gute Alternative zur GPL.

Eric S. Raymond zählt zu den umstritteneren Figuren in der Open-Source-Welt. Er ist Mitbegründer der Open-Source-Bewegung und Autor des bedeutenden Essays " The Cathedral and the Bazaar(öffnet im neuen Fenster) ".

Raymonds kompletter Vortrag ist bei archive.org(öffnet im neuen Fenster) verfügbar.


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