• IT-Karriere:
  • Services:

Ein Kulturkampf um das Wissen

Als besonders profitabel hat sich in der Vergangenheit der Markt für wissenschaftliche Publikationen erwiesen. Profitraten von 20 bis 40 Prozent sind dort die Regel statt die Ausnahme. In einer Untersuchung kam die EU-Kommission 2006 den Ursachen auf die Spur. Der Markt für wissenschaftliche Publikationen sei nicht durch ausreichenden Wettbewerb geprägt, wurde festgestellt. Die wenigen großen Verlagskonglomerate verfügten über Marktmacht, die es ihnen erlaube, die Preise einseitig zu gestalten. Darüber hinaus verknappten sie den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen und behinderten den Markteinstieg für mögliche Konkurrenten strategisch.

Stellenmarkt
  1. Universität Passau, Passau
  2. König + Neurath AG, Karben

Eine Empfehlung der Studie lautet konsequenterweise: "Auf europäischer Ebene vorschreiben, dass Artikel, die im Ergebnis von mit EU-Mitteln geförderten Forschungen publiziert werden, innerhalb einer festgelegten Zeitspanne in Open-Access-Archiven verfügbar gemacht werden." Darüber hinaus solle der Wettbewerb im Markt für wissenschaftliche Publikationen mit verschiedenen Mitteln in Schwung gebracht werden.

Kampf der Wertvorstellungen

Open Access und Google Books haben nur eine Gemeinsamkeit: Sie verbessern den Zugang zu Wissensressourcen auf elektronischem Wege. Dann ist aber auch Schluss mit Gemeinsamkeiten. Die zielgerichtete Verwischung der Unterschiede in der gegenwärtigen Kampagne könnte reiner Ahnungslosigkeit geschuldet sein.

Die Tatsache aber, dass es eine Lagerbildung auf der einen Seite durch Geisteswissenschaftler, Literaten und Verleger kontra Open Access gibt, und auf der anderen Seite durch Natur- und Technikwissenschaftler, Forschungsgemeinschaften und Bibliotheken pro Open Access, verweist auf einen grundlegenden Konflikt.

Hier prallen kulturell geprägte Wertvorstellungen vom Charakter und der Bedeutung von Wissen und Kulturgütern aufeinander. Das gegenwärtige Urheberrechtsregime genügt den Vorstellungen beider Seiten nicht mehr. Google schafft derweil Fakten. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Ein Kulturkampf um das Wissen
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Top-Angebote
  1. 29,90€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis!)
  2. (u. a. Anno 1800 für 26,99€, Railway Empire für 14,99€, Code Vein für 16,99€)
  3. 119,90€ (Bestpreis mit Amazon)

blork42 03. Apr 2009

hihi, also wenns nach mir geht, ham die Naturwissenschaftler nen Epic Win davon...

Captain 26. Mär 2009

damit bekommst aber nichts hinzu, ich hatte an Verdienst gedacht, Leute die Materielle...

Duesentrieb 25. Mär 2009

Ich kann ja verstehen das Autoren fuer Ihre Arbeit auch Geld haben moechten, aber was der...

mxcd 25. Mär 2009

OK, wenn die Idee der unbeschraenkt gueltigen Eigentumsrechte an ideelen Guetern denn...

mxcd 25. Mär 2009

Als Mama sagt, man soll nicht alles in den Mund stecken, meinte sie auch Geld. Koof Dir...


Folgen Sie uns
       


Watch Dogs Legion - Raytracing im Vergleich

Wir zeigen die Auswirkungen von Raytracing-Spiegelungen im integrierten Benchmark von Watch Dogs Legion. Dort wie im Spiel reflektieren Wasserfläche, etwa Pfützen, sowie Glas und Metall - also Fenster oder Fahrzeuge - die Umgebung dynamisch in Echtzeit.

Watch Dogs Legion - Raytracing im Vergleich Video aufrufen
    •  /