Abo
  • Services:

Ein Kulturkampf um das Wissen

Heidelberger Appell

Reuß und seine Gefährten haben mittlerweile auf den Seiten des gemeinnützigen Heidelberger Instituts für Textkritik einen Heidelberger Appell "Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte" veröffentlicht. Dort heißt es unter anderem:

Stellenmarkt
  1. SEAL Systems AG, Röttenbach bei Erlangen, Roßdorf bei Darmstadt
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt

"Autoren und Verleger lehnen alle Versuche und Praktiken ab, das für Literatur, Kunst und Wissenschaft fundamentale Urheberrecht, das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Presse- und Publikationsfreiheit zu untergraben. Es muss auch künftig der Entscheidung von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, kurz: allen Kreativen freigestellt bleiben, ob und wo ihre Werke veröffentlicht werden sollen. Jeder Zwang, jede Nötigung zur Publikation in einer bestimmten Form ist ebenso inakzeptabel wie die politische Toleranz gegenüber Raubkopien, wie sie Google derzeit massenhaft herstellt."

Geisteswissenschaftler gegen Naturwissenschaftler

Die Liste der Unterzeichner des Appells umfasst mittlerweile eine stattliche Zahl von Verlegern, Gelehrten, Literaten, anderen Kreativen und Aspiranten. Bei den Wissenschaftlern dominieren unübersehbar die Geisteswissenschaftler. Die abwesenden Naturwissenschaftler hingegen haben schon 2004 die "Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" unterzeichnet. Sie fordern, "im Urheberrecht faire und ausgewogene Bedingungen gesetzlich so zu regeln, dass die Nutzung von geschützten Werken angemessen vergütet, aber gleichzeitig deren Zugänglichkeit für Zwecke der Bildung und Wissenschaft nicht behindert wird". Das ist auch heute noch nicht gewährleistet.

Die meisten Autoren werden von den Verlagen dazu gedrängt, sogenannte Total-Buy-Out-Verträge (TBO) zu unterzeichnen, in denen sie alle Verwertungsrechte abtreten. Im Gegenzug erhalten sie ein meist lächerlich geringes Entgelt für die allumfassende Verwertung ihrer Werke, wenn überhaupt. Allenfalls Bestsellerautoren können daher von ihren Büchern leben - und natürlich die Verleger. Das geltende Urheberrecht unterstützt diese für die meisten Autoren hoffnungslose Situation.

Dazu der Übersetzer und Autor Ilja Braun: "Wenn der Urheber seine Rechte per Total-Buy-Out-Vertrag an den Verlag abgetreten hat, hat er von seinem Urheberrecht sowieso nichts mehr. Der Ruf nach einem stärkeren Urheberrecht hilft dann immer nur denen, die ohnehin schon stärker sind. Was wir bräuchten, wären Urheberrechtsreformen, die entweder solche Rechteübertragungen zeitlich begrenzen oder Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche entkoppeln." Doch Protest gegen die für die Verlage so profitablen Knebelverträge mit den Autoren kommt von den Google- und Open-Access-Kritikern nicht.

 Ein Kulturkampf um das WissenEin Kulturkampf um das Wissen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  3. 12,99€
  4. 2,99€

blork42 03. Apr 2009

hihi, also wenns nach mir geht, ham die Naturwissenschaftler nen Epic Win davon...

Captain 26. Mär 2009

damit bekommst aber nichts hinzu, ich hatte an Verdienst gedacht, Leute die Materielle...

Duesentrieb 25. Mär 2009

Ich kann ja verstehen das Autoren fuer Ihre Arbeit auch Geld haben moechten, aber was der...

mxcd 25. Mär 2009

OK, wenn die Idee der unbeschraenkt gueltigen Eigentumsrechte an ideelen Guetern denn...

mxcd 25. Mär 2009

Als Mama sagt, man soll nicht alles in den Mund stecken, meinte sie auch Geld. Koof Dir...


Folgen Sie uns
       


The Crew 2 - Fazit

The Crew 2 bietet zum Teil wahnwitzige Neuerungen, stolpert im Test aber trotzdem über alte Fehler.

The Crew 2 - Fazit Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  2. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
  3. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug

    •  /