Intel-Tools für Optimierung von Spielen auf Chipsatzgrafik
Intels in Chipsätze integrierte Grafikkerne sind seit Jahren Ziel der Kritik von Spieleentwicklern. 2004 bezeichnete Mark Rein von Epic die Lösungen sogar als " mistig " . Dennoch ist Intel rein nach den Stückzahlen gerechnet schon lange der größte Hersteller von Grafikprozessoren für PCs, im vierten Quartal lag der Marktanteil von Intel laut Zahlen von Jon Peddie Research bei 47,8 Prozent.
Seit Mitte des Jahres 2007 bemüht sich Intel , seine Chipsatzgrafik sowohl durch Treiber als auch neue Hardware in ein besseres Licht zu rücken. Im zweiten Schritt hat die Corporation 2008 auch ihr Programm " Visual Adrenaline(öffnet im neuen Fenster) " ins Leben gerufen, das Entwickler von grafiklastigen Anwendungen wie Spielen unterstützt.
Wie das funktioniert, hat Intel mit zwei Videos auf der GPA-Webseite(öffnet im neuen Fenster) vorgeführt. Das Notebook mit der Intel-Grafik wird mit einem zweiten Rechner per Ethernet verbunden. Der Rechner mit dem Spiel bekommt dafür einen eigenen Treiber, der die 3D-Aufrufe an das Analysesystem durchreicht. Von diesem Rechner kann der Treiber aber auch ferngesteuert werden. Dadurch lassen sich beispielsweise Fehlfarben für die Texturen einstellen, um den Speicherbedarf der Texturen grafisch sichtbar zu machen.
Wenn man den von Intel gesammelten Zitaten von Spieleentwicklern glauben darf, so eignen sich die GPA damit auch als Debugger für Grafik. Bisher unterstützt das Paket durch die Bindung an den Analysetreiber aber nur den Kern GMA X4500, der im Desktopchipsatz G45 (Eaglelake) und dem Notebookpendant GM45 (Cantiga) steckt. In der Pressemitteilung zum GPA(öffnet im neuen Fenster) erwähnt Intel aber auch "zukünftige Intel-Grafik und Produkte mit Many-Core-Technik" , was auf den Grafikprozessor mit x86-Kernen 'Larrabee' hindeutet.
Die GPA können von Entwicklern, die bei Visual Adrenaline registriert sind, kostenlos zum Ausprobieren heruntergeladen werden. Eine Einzelplatzversion für den kommerziellen Einsatz kostet 299 US-Dollar, andere Lizenzmodelle hat Intel noch nicht angeboten.
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