Ascom kauft Ericssons Softwaresparte TEMS für 124 Millionen
Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson verkauft sein Softwareunternehmen TEMS für umgerechnet 190 Millionen Schweizer Franken (124 Millionen Euro) an den Schweizer Hersteller Ascom. Die Schweden trennen sich damit von einem profitablen Bereich im Kerngeschäft Mobilfunkausrüstung.
TEMS (TEst Mobile System) bietet Software für Echtzeitdiagnose, autonomes Monitoring und Netzwerk-Performance-Bewertung, um die GSM- und UMTS-Netzwerkplanung zu erleichtern. Die Hauptstandorte von TEMS befinden sich in Skelleftea (Schweden) und Reston, Virginia (USA). TEMS sei profitabel und erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von 165 Millionen Schweizer Franken (107 Millionen Euro), teilte Ascom mit.
TEMS wird ab Januar 2010 zusammen mit der Ascom-Geschäftseinheit Mobile Test Solutions (MTS) zu der neuen Sparte "Network Testing" zusammengeführt. "Diese Akquisition ist nach der Übernahme von Argogroup und Comarco im Jahr 2008 ein logischer nächster Schritt", sagt Ascom-Chef Riet Cadonau.
Das Unternehmen finanziert den Kauf mit 70 Millionen Schweizer Franken aus Barmitteln. 120 Millionen Schweizer Franken kommen aus einer Kreditlinie, die von einem Konsortium von acht Schweizer Banken unter der Federführung von UBS und Credit Suisse zugesichert worden sei. Der Vollzug der Transaktion ist im Juni 2009 vorgesehen.


