Sony Ericsson erwartet Rekordverlust von 390 Millionen Euro
Das japanisch-schwedische Joint Venture Sony Ericsson hat eine Verlustwarnung abgegeben. Vor Steuern soll das Defizit 340 bis 390 Millionen Euro betragen, gab das Unternehmen bekannt. Zusätzlich fallen Restrukturierungskosten von 10 bis 20 Millionen Euro an. Eine "schwache Nachfrage" und eine "Senkung der Lagerbestände im Einzelhandel und in den Vertriebskanälen" sei die Ursache, hieß es weiter. Sony Ericsson, hinter Nokia, Samsung und LG weltweit die Nummer 4, erwartet, im Berichtszeitraum 14 Millionen Mobiltelefone abzusetzen. Der durchschnittliche Verkaufspreis werde bei 120 Euro liegen.
Im vierten Quartal 2008 erwirtschaftete Sony Ericsson bereits einen Vorsteuerverlust von 261 Millionen Euro.
Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson will laut einem Bericht aus dem Gemeinschaftsunternehmen aussteigen. Der japanische Elektronikkonzern Sony möchte die Anteile übernehmen, soll aber Probleme mit der Finanzierung haben.