Software Logib-D soll für gleiche Löhne sorgen
Frauen verdienen in Deutschland weiter deutlich weniger Lohn und Gehalt als Männer. Im Schnitt beträgt der Unterschied 23 Prozent. EU-weit liegt Deutschland damit im unteren Drittel. Verantwortlich dafür seien hauptsächlich drei Gründe, so die Ministerin: Frauen fehlen in bestimmten Berufen, Branchen und auf den höheren Stufen der Karriereleiter. Frauen unterbrechen und reduzieren ihre Erwerbstätigkeit häufiger familienbedingt als Männer. Frauen gelingt es in Gehaltsverhandlungen zu selten, ihre Vorstellungen durchzusetzen.
Dem will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Equal Pay Day 2009(öffnet im neuen Fenster) am 20. März 2009 mit einem Dossier zur Entgeltgleichheit sowie der Software Logib-D entgegentreten. Das Dossier fasst grundlegende Daten zum Thema Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern zusammen. Logib-D soll Unternehmen aufzeigen, ob sie für gleiche Arbeit unterschiedliche Löhne zahlen.
Logib-D basiert auf einem Programm, das für die Schweiz entwickelt und dort seit 2006 von der Wirtschaft intensiv genutzt wird. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurde die auf Excel basierende Software für Deutschland angepasst.
"Löhne und Gehälter auszuhandeln ist natürlich Sache der Arbeitgeber und der Gewerkschaften, nicht der Bundesregierung", sagt Ursula von der Leyen. "Mit Logib-D gehen wir jedoch auf die Wirtschaft zu und halten ihr den Spiegel vor", so von der Leyen. Zum Start kann sie mit Microsoft Deutschland, dem Krankenhausbetreiber Marienhaus, dem Arzneimittelhersteller Weleda und der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover vier unterschiedliche Nutzer der Software präsentieren.
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