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Gnome 2.26 freigegeben

Linux- und Unix-Desktop aktualisiert. Der Unix- und Linux-Desktop Gnome ist in der Version 2.26 verfügbar, die wie üblich Verbesserungen quer durch die Komponenten der Software enthält. Dazu zählen eine Videochatfunktion in Empathy und eine bessere Exchange-Anbindung für Evolution. Andere geplante Funktionen wurden verschoben.
/ Julius Stiebert
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So verwendet der Gnome-Webbrowser auch in der neuen Version die Rendering Engine Gecko vom Mozilla-Projekt. Ursprünglich war geplant, den Browser in dieser Version auf Apples Rendering Engine Webkit umzustellen . Nun wird dieser Schritt zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Wer sich Epiphany selbst kompiliert, kann Webkit bereits seit Gnome 2.22 aktivieren.

Der Gnome-eigene Instant Messenger Empathy zeigt sich mit einer überarbeiteten Bedienoberfläche und kann für Videochats benutzt werden. Dafür wird die Farsight2-Bibliothek verwendet, wodurch beispielsweise der freie Theora-Codec besser unterstützt werden soll. Der E-Mail- und Groupware-Client Evolution bringt einen neuen Exchange 2007/MAPI Connector mit. Die alte Exchange-Anbindung ist auch weiter verfügbar. Evolution kann außerdem Outlook Personal Folders (PST-Dateien) direkt importieren.

Der Videoplayer Totem wurde um einige Plug-ins erweitert, so dass er an UPnP/DLNA-Server angebunden werden kann. Außerdem bietet die Software jetzt die Möglichkeit, Screenshots aus Videos zu erstellen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Brennprogramm Brasero sollen sich Filme aus Totem auf DVD brennen lassen. Das Gnome-System zur Lautstärkeregelung verwendet jetzt Pulse Audio. Der Soundserver wird mittlerweile von den meisten Linux-Distributionen eingesetzt.

Weitere Verbesserungen gibt es am Gnome Power Manager, der anzeigt, welche Programme den Prozessor aus dem Schlafzustand reißen. Im Control Center gibt es einige neue Optionen. Weitere Änderungen kommen durch die Aktualisierung des von Gnome verwendeten GUI-Toolkits Gtk auf die Version 2.16. Der Dateiauswahldialog etwa kann die Dateigröße anzeigen. Auch der Speicherbedarf soll weiter gesunken sein. Im Dateimanager Nautilus lassen sich über ein Plug-in Dateien per WebDAV, HTTP und Bluetooth freigeben.

Gnome 2.26 steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit und wird in den nächsten Versionen der Linux-Distributionen Ubuntu und Fedora enthalten sein.


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