EPIC: FTC soll Googles Cloud-Dienste prüfen
Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) hat bei der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) aus Datenschutzgründen eine Beschwerde gegen Google(öffnet im neuen Fenster) eingereicht. "Kürzlich veröffentlichte Berichte deuten darauf hin, dass Google die vertraulichen Informationen, die es vorhält, nicht angemessen absichert", heißt es in dem Schreiben.
EPIC forderte die FTC auf, die Maßnahmen zum Schutz der Dokumente und der Privatsphäre der Nutzer zu prüfen. Die FTC solle Google anweisen, seine Cloud-Computing-Dienste wie Google Mail, Picasa oder den Google Calendar einzustellen, bis das Unternehmen hinreichende Sicherheitsmaßnahmen eingeführt habe. Zudem soll Google 5 Millionen US-Dollar spenden, die der Entwicklung von Sicherheitstechniken wie Verschlüsselung zugute kommen.
Anfang des Monats war es bei Google Docs zu einem Datenleck gekommen, weshalb bei Google gespeicherte Dokumente anderen Nutzern zugänglich wurden. Google habe wissen müssen, dass Cloud-Dienste anfällig für Pannen seien und hätte deshalb nach Ansicht von EPIC für die Sicherheit der Dokumente sorgen müssen. Eine Verschlüsselung der Daten etwa hätte die Auswirkungen mindern können. "Das Datenleck zeigt die Gefahren von Googles nicht ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen ebenso wie die Risiken von Cloud-Computing-Diensten generell", resümierte EPIC.
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