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Bayern: Vorerst kein Antrag auf Verbot von "Killerspielen"

Freistaat will "pädagogisch und kulturell" wertvolle Spiele fördern. Die Hardliner innerhalb der bayerischen Staatsregierung haben sich nicht durchgesetzt: Das Kabinett von Horst Seehofer hat in seiner letzten Sitzung zwar über Computerspiele gesprochen, einen erneuten Verbotsantrag soll es aber vorerst nicht geben.
/ Peter Steinlechner
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"Medienminister Siegfried Schneider wies... darauf hin, dass die Zahl pädagogisch und kulturell wertvoller Spiele deutlich zu steigern ist" . Dieser Entschluss fiel auf der Sitzung des bayerischen Kabinetts am 17. März 2009, nur wenige Tage nach dem Amoklauf in Winnenden. Zuvor hatten sich Innenminister Joachim Herrmann und auch Ministerpräsident Seehofer dafür stark gemacht , dass Bayern erneut einen Antrag auf ein Verbot von gewalthaltigen Spielen in den Bundesrat einbringt. Eine vergleichbare Initiative des Freistaats war 2007 gescheitert.

Als Maßnahme, um das Angebot "pädagogisch und kulturell" genehmer Programme zu steigern, dient der Deutsche Computerspielpreis , der am 31. März 2009 erstmals in München verliehen wird. Außerdem will die bayerische Staatsregierung Fördergeld für junge Spielentwickler anbieten, die qualitativ hochwertige Inhalte produzieren. Bayern will einen Dialog mit der deutschen Spielewirtschaft führen, um deren Verantwortung im Sinne eines kinder- und jugendgerechten Angebots einzufordern. Eine erste Maßnahme in dieser Richtung dürfte der parlamentarische Spieleabend im bayerischen Landtag sein.


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