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Amazon wegen E-Book-Verschlüsselung im Kindle verklagt

Wieder Ärger mit dem Verkaufsschlager. Das E-Commerce-Unternehmen Amazon ist von dem Medien- und Unterhaltungsunternehmen Discovery Communications verklagt worden. Der Betreiber der Discovery-Sender sieht in dem E-Book-Reader Kindle ein Patent für die Verschlüsselung elektronischer Bücher verletzt.
/ Achim Sawall
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Der US-Medienkonzern Discovery Communications verklagt Amazon wegen Patentverletzung mit seinem E-Book-Reader Kindle und Kindle 2. Die Klage des Unternehmens aus Silver Spring (Maryland) wurde bei einem Bezirksgericht in Delaware eingereicht. Gefordert werden Schadensersatz und kontinuierliche Zahlungen für die Nutzung der Technik.

Das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) erfuhr vom Kläger, dass die Popularität des Kindle ausschlaggebend für die Entscheidung war, gegen Amazon statt gegen konkurrierende E-Book-Reader-Anbieter wie Sony vorzugehen. "Das Kindle und das Kindle 2 sind wichtige und beliebte Content-Delivery-Systeme", sagte Discovery-Chefjustiziar Joseph A. Lasala Jr. in einer Erklärung des Unternehmens. "Wir glauben, dass gegen unsere Rechte an geistigem Eigentum verstoßen wird, und dass wir Anspruch auf eine angemessene Vergütung haben." Das Patent (7.298.851) für "Sicherheit und Schutz des Urheberrechts in elektronischen Büchern" hat Discovery 1999 eingereicht und 2007 vom US-Patent- und Handelsamt zugesprochen bekommen.

Amazon hat sich bisher zu der Klage nicht geäußert. Nach Beschwerden des US-Schriftstellerverbandes The Authors Guild, der erklärt, dass der Kindle 2 Tonaufführungsrechte verletzt, musste das Unternehmen bereits Ende Februar 2009 den Rückzug antreten. Autoren und Verleger können die umstrittene Vorlesefunktion (Sprachsynthese) für ihre Produkte nun abschalten.


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