Abo
  • Services:

Intel droht AMD mit Entzug der x86-Lizenz

Vorwurf: Globalfoundries verletzt bisherigen Patentaustausch

Das seit Jahren gültige Abkommen über einen vollständigen Patentaustausch zwischen Intel und AMD sieht Intel durch die Aufspaltung von AMD verletzt. Aus einer Börsenpflichtmitteilung von AMD geht hervor, dass Intel mit Kündigung droht, falls die Lizenzen nicht klar geregelt werden.

Artikel veröffentlicht am ,

AMD und Intel unterhalten seit Jahrzehnten ein sogenanntes "Full Cross": Jedes Unternehmen kann die Erfindungen des anderen in seinen Produkten nutzen. Ohne eine solche Lizenz könnte AMD keine x86-Prozessoren herstellen. Intel wiederum könnte AMD-Entwicklungen wie die 64-Bit-Erweiterungen und den in die CPU integrierten Speichercontroller nicht ohne teure Einzellizenzen anbieten.

Stellenmarkt
  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. Bosch Gruppe, Grasbrunn

Zuletzt wurde das Patentaustauschabkommen 2001 erneuert, es gilt in der gegenwärtigen Form noch bis 2011. Das hatte AMDs damaliger Finanzchef Tom McCoy im Juli 2006 kurz nach dem Kauf von ATI durch AMD im Interview mit Golem erklärt.

Aus einer Börsenpflichtmitteilung von AMD vom 16. März 2009 geht nun aber hervor, dass Intel das Abkommen binnen 60 Tagen kündigen will, wenn die gegenwärtigen Differenzen zwischen den beiden Unternehmen nicht ausgeräumt werden können. Gerichtlich ist die Auseinandersetzung noch nicht, AMD hat laut der Mitteilung lediglich "Korrespondenz" von Intel erhalten. Der x86-Erfinder sieht die Bestimmungen des Vertrags durch die Gründung von "Globalfoundries" verletzt.

Unter diesem Namen, der früher "The Foundry" lautete, lagert AMD derzeit seine Chipfertigung an ein neues Unternehmen aus, an dem arabische Investoren mehrheitlich beteiligt sind. Die Aktionäre von AMD hatten diesem Schritt am 18. Februar 2009 zugestimmt.

AMD Deutschland erklärte gegenüber Golem.de, dass das Unternehmen das Patentaustauschabkommen auch nach der Gründung von Globalfoundries für gültig hält. Das Abkommen diene im Prinzip beiden Firmen nur dazu, die Entwicklung der jeweils anderen ohne Einzelfallentscheidungen nutzen zu können.

Intel Deutschland widersprach dem. Wenn AMD seine Prozessoren von einem anderen Unternehmen herstellen lasse, sei nicht klar, ob dieses Intels Technologien nutzen könne. Die Frage der Nutzung von Patenten müsse nun eindeutig so geregelt werden, dass sie auch vor Gericht Bestand habe.

Bereits im Oktober 2008 hatte Intel wegen AMDs Aufspaltung Bedenken angemeldet. Damals sagte AMDs Justiziar Harry Wollin der Zeitung Dresdener Neueste Nachrichten: "Bei der Gründung der Foundry Company haben wir den Rahmen des Abkommens strikt beachtet". In den vergangenen fünf Monaten ist es beiden Unternehmen offenbar nicht gelungen, die Streitigkeiten einvernehmlich zu regeln.

Einen Schritt weiter gegangen ist Intel bei dem nach seiner Meinung ebenfalls unklaren Lizenzabkommen mit Nvidia für den Bau von Chipsätzen. Hier hat Intel in den USA bereits eine Feststellungsklage eingereicht.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)
  2. 149,90€ + Versand (im Preisvergleich ab 184,95€)

malimernst 29. Mär 2009

Na also... dein Hintern ist danach sauber und das ist doch alles, was zählt, oder?

SSX 20. Mär 2009

Nein, Intel somit sicherelich gar nicht clever, eher kühn! Sorry machte ein paar...

Applaus 19. Mär 2009

Danke

cos3 17. Mär 2009

Dann mussen alle aktuellen Core-Prozessoren leider aufgrund von AMD-Patenten eingestellt...


Folgen Sie uns
       


Apple Pay ausprobiert

Dank Apple Pay können nun auch Nutzer in Deutschland kontaktlos mit ihrem iPhone bezahlen. Wir haben den Dienst bei unserem Lieblingscafé ausprobiert.

Apple Pay ausprobiert Video aufrufen
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
    Yuneec H520
    3D-Modell aus der Drohne

    Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
    Von Dirk Koller


      Lift Aircraft: Mit Hexa können auch Fluglaien abheben
      Lift Aircraft
      Mit Hexa können auch Fluglaien abheben

      Hexa ist ein Fluggerät, das ähnlich wie der Volocopter, von 18 Rotoren angetrieben wird. Gesteuert wird das Fluggerät per Joystick - von einem Piloten, der dafür keine Ausbildung oder Lizenz benötigt.

      1. Plimp Egan Airships verleiht dem Luftschiff Flügel
      2. Luftfahrt Irische Luftaufsicht untersucht Ufo-Sichtung
      3. Hoher Schaden Das passiert beim Einschlag einer Drohne in ein Flugzeug

        •  /