Abo
  • Services:
Anzeige

MeinProf gewinnt vor Gericht

Richter: Dozent hat keinen Anspruch auf Löschung seiner Daten

Ein weiterer Sieg für die Betreiber von Bewertungsportalen: Regensburger Richter haben die Klage eines Hochschullehrers gegen die Beurteilung seiner Lehrveranstaltungen abgewiesen. Der Hochschullehrer hatte die Löschung seiner Daten aus dem Portal MeinProf gefordert.

Das Bewertungsportal MeinProf muss die Beurteilungen, die Studenten über einen Dozenten der Fachhochschule Regensburg abgegeben haben, nicht löschen. Das hat das Landgericht Regensburg entschieden. Der Hochschullehrer hatte gegen die Betreiber geklagt und die Löschung seiner Daten gefordert. MeinProf ist ein Portal, auf dem Studenten Lehrveranstaltungen bewerten können. Betreiber ist der Verein MeinProf e.V.

Anzeige

Die Richter wiesen die Klage jedoch ab. Ihrer Ansicht habe der Dozent keinen Anspruch auf Beseitigung der Daten oder auf Unterlassung. Es gebe kein schutzwürdiges Interesse des Klägers daran, dass seine Bewertungen nicht veröffentlicht werden.

"Es ist schade, dass einige Dozenten sowie der Berliner Datenschutz versuchen, unserem Ziel der transparenten Lehrveranstaltungsevaluation entgegenzuwirken. Wir freuen uns aber sehr über die Entscheidung aus Regensburg und stehen so auch der gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Datenschutz sehr positiv gegenüber", sagte Thomas Metschke, der zu den Gründern des Portals gehört.

Im April 2008 wollte der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix ein Bußgeld gegen das Portal verhängen. Nach Ansicht von Dix rechtfertigt das Recht auf freie Meinungsäußerung "nicht, das Recht der Bewerteten auf informationelle Selbstbestimmung generell als nachrangig einzustufen". Dix warf MeinProf zwei Ordnungswidrigkeiten vor, die jeweils mit bis zu 25.000 Euro bestraft werden können. Die Betreiber wollen gegen den Bußgeldbescheid vorgehen.

Nutzer können auf Portalen im Internet alle möglichen Berufsgruppen bewerten, darunter Lehrer, ihren Arbeitgeber oder Ärzte. Die Bewerteten wehren sich regelmäßig gegen die Portale.

In Deutschland hatten sie bisher kaum eine Chance, sich vor Gericht durchzusetzen. Die Richter sahen die Bewertungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Dieses gelte nur nicht bei Diffamierungen und Schmähkritiken. Die "Bewertung des Verhaltens und Auftretens eines Lehrers" falle jedoch nicht darunter, entschied etwa das Landgericht Köln im Januar 2008. Auch MeinProf hat 2007 schon einen Prozess gegen einen Professor vor dem Landgericht Berlin gewonnen.

Bessere Chance haben die Bewerteten im benachbarten Ausland: Vor einem Jahr erklärte ein Gericht in Paris Lehrerbenotungen in Frankreich für unzulässig.


eye home zur Startseite
Frank M. 16. Mär 2009

Die Daten auf MeinProf.de dürfen auch gegen den Willen der Betroffenen veröffentlicht...

cyd 16. Mär 2009

registriert...hast wohl keine germanistik o.a. studiert ;) Im Grunde geb ich Dir aber...

WarIchGutImBett.de 15. Mär 2009

n1ce @nine inch!

justmy2cents 14. Mär 2009

Zwischen Verleumdung und einer Meinungsäußerung ist ein schmaler Grad. Angenommen ein...

plauze 14. Mär 2009

Gut so, du Querulant.


TechBanger.de / 16. Mär 2009



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  2. Karlsruher Institut für Technologie, Eggenstein-Leopoldshafen
  3. Woodward GmbH, Stuttgart
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. BioShock: The Collection 16,99€, Borderlands 2 GOTY 7,99€, Civilization VI 35,99€ und...
  2. mit Gutscheincode PCGAMES17 nur 49,79€ statt 53,99€
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Datenrate

    Kunden wollen schnelle Internetzugänge

  2. Essential Phone im Test

    Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem

  3. Pixel Visual Core

    Googles eigener ISP macht HDR+ schneller

  4. TK-Marktstudie

    Telekom kann ihre Glasfaseranschlüsse nur schwer verkaufen

  5. Messenger

    Whatsapp lässt Aufenthaltsort über längere Zeiträume teilen

  6. ZBook x2

    HPs mobile Workstation macht Wacom und Surface Konkurrenz

  7. Krack-Angriff

    Kein Grund zur Panik

  8. Electronic Arts

    Entwicklungsneustart für Star Wars Ragtag

  9. EU-Urheberrechtsreform

    Streit über Uploadfilter und Grundrechte

  10. Netzneutralität

    Warum die Telekom mit Stream On noch scheitern könnte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

ZFS ausprobiert: Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
ZFS ausprobiert
Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
  1. Librem 5 Purism zeigt Funktionsprototyp für freies Linux-Smartphone
  2. Pipewire Fedora bekommt neues Multimedia-Framework
  3. Linux-Desktops Gnome 3.26 räumt die Systemeinstellungen auf

  1. Re: Wer denkt sich solche Sätze aus?

    Lord Gamma | 13:23

  2. Achtung! Autovergleich ;-)

    M.P. | 13:21

  3. Re: Kann ich eigendlich Epic Games verklagen weil...

    Dwalinn | 13:21

  4. Re: End of ownership

    seebra | 13:19

  5. Re: Offline/mods

    Dwalinn | 13:16


  1. 12:56

  2. 12:01

  3. 11:48

  4. 11:21

  5. 11:09

  6. 11:01

  7. 10:48

  8. 10:46


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel