Einigung im Tarifstreit bei der Telekom kommende Woche

Verdi erwartet Zustimmung zum Schlichterspruch Voscheraus

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom hat der Schlichter eine Empfehlung abgegeben. Danach soll es bei T-Service eine Erhöhung von 8,6 Prozent über eine Laufzeit von zwei Jahren geben. Die Beschäftigten der Deutschen Telekom sollen 5,5 Prozent mehr Gehalt bekommen. Golem.de erfuhr bei Verdi, dass die Gewerkschaftsführung von einer Annahme des Schlichterspruchs ausgeht.

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In den Schlichtungsverhandlungen zur Tarifrunde bei der Deutschen Telekom und ihren Servicegesellschaften haben die Verhandlungspartner sich verständigt. Unter der Leitung des früheren Hamburger Bürgermeisters Henning Voscherau (SPD) wurde ein Lösungsvorschlag erarbeitet, den beide Seiten gutheißen.

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Auch wenn die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi noch den Empfehlungscharakter des Einigungspapiers betont, geht die Gewerkschaftsführung intern schon davon aus, dass die Große Tarifkommission den Kompromiss in der nächsten Woche absegnen wird. "Wir gehen davon aus, dass das Gremium von dem Schlichterspruch überzeugt werden kann", sagte ein Sprecher Golem.de.

Laut dem Kompromiss sollen die Beschäftigten der T-Service-Sparte eine Erhöhung von 8,6 Prozent über eine Laufzeit von zwei Jahren erhalten. Nach Abzug der 2007 erzwungenen Gehaltsabsenkung bleibt ein effektives Gehaltsplus von 4,2 Prozent.

Die Beschäftigten der Deutschen Telekom sollen im gleichen Zeitraum 5,5 Prozent mehr Gehalt bekommen. Die Vereinbarung soll rückwirkend vom 1. Januar 2009 an gelten. Verdi wollte ursprünglich 8,5 Prozent mehr Lohn.

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Die monatliche Vergütung für Auszubildende für 2009 und 2010 wird ebenfalls angehoben: Im Bereich Technik steigt die Vergütung jeweils um 25 Euro, im Bereich Einzelhandel und Dialogmarketing um jeweils 30 Euro. Die Leistungen und Vergütungen für die Auszubildenden werden somit zwischen 7,7 und 15 Prozent angehoben.

Telekom-Personalchef Thomas Sattelberger: "Das Ergebnis ist ein vernünftiger Kompromiss. Es ist uns gelungen, eine maßgeschneiderte und differenzierte Lösung für die unterschiedlichen Mitarbeiterbelange zu erarbeiten. Gleichzeitig wurden die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Unternehmens berücksichtigt."

Bei Verdi sind ähnliche Töne zu hören: "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", sagte Verhandlungsführer Lothar Schröder.

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