Abo
  • Services:

BIU: Kein Zusammenhang von Spielen und Amoklauf (Update)

Branchenverband hält das Jugendschutzgesetz für ausreichend

Vertreter der Spielebranche warnen, eine unsachliche Debatte über Computerspiele dürfe nicht die Klärung der eigentlichen Tatumstände der Morde in Winnenden verhindern. Der Verband BIU antwortet auch auf Forderungen von Politikern, sogenannte Killerspiele zu verbieten.

Artikel veröffentlicht am ,

"Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger Medien und der Tat von Winnenden ist nach derzeitigen Informationen nicht erkennbar", schreibt der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) in einer Stellungnahme zum Amoklauf im schwäbischen Winnenden, bei dem der 17-jährige Tim K. am 11. März 2009 15 Menschen und anschließend sich selbst tötete. Der BIU warnt, den Blick auf die eigentlichen Ursachen der Tat nicht durch eine unsachliche Debatte über ein Verbot von sogenannten Killerspielen zu verstellen, wie es der CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl einen Tag nach dem Amoklauf gefordert hatte.

Stellenmarkt
  1. Alfred Kärcher SE & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  2. AVU Netz GmbH, Gevelsberg

Der BIU äußerte sich auch zu Medienberichten, denen zufolge Tim K. durch Computerspiele ermutigt worden sei. "Die Tatsache, dass der Täter im Besitz von Computerspielen war, ist nicht weiter verwunderlich - Computerspiele sind ein fester Bestandteil der Jugendkultur." Nach Auffassung des BIU sei eher zu vermuten, dass die psychische Kondition und das soziale Umfeld des Täters wichtige Faktoren darstellten. "Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger Medien und der Tat von Winnenden ist nach derzeitigen Informationen nicht erkennbar", so der Verband.

Ein Versagen der Jugendschutzeinrichtungen sieht der BIU nicht. Die aktuelle Gesetzeslage verbiete die Verbreitung von gewaltverherrlichenden Computer- und Videospielen. Deutschland verfüge im weltweiten Vergleich über das engmaschigste Jugendschutzsystem in Bezug auf Computer- und Videospiele. Ein generelles Verbot von Spielen für Erwachsene käme einer Zensur gleich, die angesichts der komplexen staatlichen Kontrollmechanismen nicht gerechtfertigt wäre.

Die aktuelle Forderung der CDU/CSU-Fraktion nach einem schärferen Verbot für Computer- und Videospiele ist laut BIU unangemessen und nicht zielführend. Die bestehenden gesetzlichen Regelungen seien ausreichend, allerdings gelte es, den Vollzug bestehender Gesetze zu verbessern.

Nachtrag vom 13. März 2009 um 11.45 Uhr:
In einer Mitteilung weist der Bundesverband der Spielentwickler GAME darauf hin, dass er die Reaktion des BIU unterstützt. GAME-Hauptgeschäftsführer Stephan Reichart: "Wir handeln hier gemeinsam in enger Abstimmung mit dem BIU und appellieren in aller Deutlichkeit an die Politik, Fassungslosigkeit nicht in eine Hexenjagd ausufern zu lassen. Computerspiele sind niemals schuld an Amokläufen."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€

Gigshadow 25. Mär 2009

http://www.ich-spiel-killerspiele.de/mach-mit.php

Gigshadow 22. Mär 2009

""Selbst die Waffenlobby hat bislang weitestgehend ihre Schnauze gehalten """ Was nicht...

roland... 16. Mär 2009

die meisten sehen keinen ausweg da sie grat vón der schule flogen oder in job verloren...

Waffenbesitz... 15. Mär 2009

der Amokläufer (warum wird sowas immer Amoklauf genannt, obwohl es keiner ist?) hat die...

Urheberrecht... 15. Mär 2009

...aber ein ganz klarer Zusammenhang mit der Existenz von Moerdervereinen aus denen...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Künstliche Intelligenz Vages wagen
  2. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  3. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

    •  /