Putin-Jugend bekennt sich zu Cyberattacke auf Estland 2007

Goloskokow: "Wir haben nichts Illegales getan"

Der Angriff auf die Server der estnischen Regierung im Jahr 2007 kam aus Russland. Das bestätigte der Chef der russischen Jugendbewegung "Naschi" und übernahm gleich persönlich die Verantwortung.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Der Chef der russischen Jugendbewegung "Die Unsrigen" (Naschi), Konstantin Goloskokow, war verantwortlich für den Angriff auf die Internetseiten der estnischen Regierung im Sommer 2007. "Die Initiative lag bei einer Gruppe von meinen Bekannten, Freunden und mir", sagte Goloskokow der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

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Die Jugendbewegung Naschi war zur Unterstützung von Russlands ehemaligem Präsidenten und heutigem Ministerpräsidenten Wladimir Putin geschaffen worden. Goloskokow erklärte, er habe keinen direkten Auftrag der Regierung erhalten. "Das war eine private Initiative, an der auch Leute teilgenommen haben, die nicht in der Bewegung Naschi sind", so Goloskokow. Der Angriff auf die estnischen Regierungsseiten habe ein Zeichen des Protestes gegen die Umsetzung der Statue eines Rotarmisten in Tallin sein sollen.

2007 hatte die estnische Regierung das Denkmal aus dem Zentrum der Stadt entfernt, was zu heftigen Protesten der in Estland lebenden russischen Bevölkerung geführt hatte. Der Naschi-Anführer sprach von einer Verletzung der Rechte der russischstämmigen Bevölkerung in Estland. Der Cyberangriff erfolgte nach wochenlangen Auseinandersetzungen im Denkmalstreit.

Es habe sich im Übrigen nicht um eine DDoS-Attacke gehandelt, so Goloskokow, denn seine Gruppe habe keine Virenprogramme verwendet. "Alles was wir getan haben, war mit unseren Computern und über unsere Kanäle Massenanfragen an estnische Server zu schicken... Wir haben die estnischen Seiten zu genau dem Zweck genutzt, dem sie dienen. Schließlich sind sie dazu da, dass Leute sie besuchen... Wir haben nichts Illegales getan."

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In Estland war im Januar 2008 ein Student im Zusammenhang mit den Cyberangriffen verurteilt worden. Die estnische Regierung vertrat allerdings schon 2007 die Auffassung, hinter dem Angriff stehe unmittelbar die russische Regierung.

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Bush 13. Mär 2009

solange Obama Präsident ist, glaube ich eher nicht

Merkel 13. Mär 2009

aber klar doch kuckst du hier: http://www.laif.de/de/article/12720.html

Ainer v. Fielen 13. Mär 2009

Stimmt, das ist kein DDOS. In der Fachtemminologie heisst es in dem Fall: "Der Server...

M. Mayer 13. Mär 2009

Medienmanipulation par excelence! Wahnsinn: jetzt glaubt jeder doch tatsächlich, dass...



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