Tin Hat: Linux-Distribution liegt komplett im RAM

Hardened Gentoo dient als Grundlage

Die Linux-Distribution Tin Hat liegt jetzt in der Version 20090309 vor. Das System läuft komplett im Arbeitsspeicher. Damit soll ein besonderes Sicherheitsbedürfnis befriedigt werden. Tin Hat braucht mindestens 4 GByte RAM.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Tin Hat
Tin Hat
Tin Hat ist eine Desktop-Linux-Distribution, die komplett im Arbeitsspeicher liegt und von dort läuft. Der Start kann von einer CD oder einem USB-Stick erfolgen, es handelt sich aber nicht um eine Live-CD. Stattdessen wird beim Start das System in das Tmpfs geladen. Das dauert nach Angaben der Entwickler etwa 5 Minuten beim Start von CD.

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Ziel ist es dabei, auch dann eine hohe Datensicherheit zu bieten, wenn ein Angreifer physischen Zugriff auf den Computer erlangt. In diesem Fall soll entweder kein Dateisystem mehr vorhanden sein oder aber, sollten sich doch noch Daten finden lassen, nicht feststellen lassen, ob es sich um verschlüsselte Daten oder unbedeutende Überbleibsel im RAM handelt, so dass ein Crackversuch scheitert.

Tin Hat soll ein kleiner Schritt in die Richtung eines sicheren Systems sein. Die Entwickler weisen darauf hin, dass es natürlich etliche andere Wege wie Hardware-Keylogger gibt, um an die Daten zu gelangen. Zudem könne Tin Hat keine absolute Sicherheit bieten, da etwa Cold-Boot-Angriffe mittlerweile so weit fortgeschritten sind, dass sich Daten selbst nach einem Neustart noch aus dem RAM lesen lassen.

Tin Hat
Tin Hat
Als Basis verwendet Tin Hat das Projekt Hardened Gentoo. Die aktuelle Tin-Hat-Version 20090309 aktualisiert beispielsweise den AMD64-Kernel auf die Version 2.6.26-hardened-r9. Insgesamt soll die neue Version rund 90 Updates enthalten.

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Damit Thin Hat läuft, werden gut 4 GByte RAM benötigt, da alleine die Tmpfs-Root-Partition 3 GByte einnimmt. Getestet wird die Distribution auf AMD64-Computern mit 8 GByte RAM, so dass sich auch große Anwendungen wie OpenOffice.org nutzen lassen sollen. Neben dem Untertitel "Zero Information" für Tin Hat passe auch "a Glorious Waste Of RAM" wunderbar, schreiben die Entwickler vom D'Youville College in Buffalo, New York.

Neben der AMD64-Variante steht auch eine i686-Version von Tin Hat zum Download bereit.

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alternativ... 18. Mär 2009

das letzte mal, als ich wirklich swap brauchte, war als ich eine knoppix dvd remastern...

alternativ... 17. Mär 2009

schön, dass du deine auch als nicht intelliegent betrachtest! einsicht ist ...

teddy 12. Mär 2009

http://www.slax.org/ im Bootmenu Copy to Ram auswählen und gut ists. Braucht auch keine 5...

Gustav 12. Mär 2009

Nur so als Ergänzung: Unter https://www.privacy-cd.org findet sich das Ubuntu Privacy...



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