Tin Hat: Linux-Distribution liegt komplett im RAM
Ziel ist es dabei, auch dann eine hohe Datensicherheit zu bieten, wenn ein Angreifer physischen Zugriff auf den Computer erlangt. In diesem Fall soll entweder kein Dateisystem mehr vorhanden sein oder aber, sollten sich doch noch Daten finden lassen, nicht feststellen lassen, ob es sich um verschlüsselte Daten oder unbedeutende Überbleibsel im RAM handelt, so dass ein Crackversuch scheitert.
Tin Hat soll ein kleiner Schritt in die Richtung eines sicheren Systems sein. Die Entwickler weisen darauf hin, dass es natürlich etliche andere Wege wie Hardware-Keylogger gibt, um an die Daten zu gelangen. Zudem könne Tin Hat keine absolute Sicherheit bieten, da etwa Cold-Boot-Angriffe(öffnet im neuen Fenster) mittlerweile so weit fortgeschritten sind, dass sich Daten selbst nach einem Neustart noch aus dem RAM lesen lassen.
Damit Thin Hat läuft, werden gut 4 GByte RAM benötigt, da alleine die Tmpfs-Root-Partition 3 GByte einnimmt. Getestet wird die Distribution auf AMD64-Computern mit 8 GByte RAM, so dass sich auch große Anwendungen wie OpenOffice.org nutzen lassen sollen. Neben dem Untertitel "Zero Information" für Tin Hat passe auch "a Glorious Waste Of RAM" wunderbar, schreiben die Entwickler vom D’Youville College(öffnet im neuen Fenster) in Buffalo, New York.
Neben der AMD64-Variante steht auch eine i686-Version von Tin Hat zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.
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