Rollstuhl Xeno kennt den Weg

Robotischer Rollstuhl steuert selbstständig

Wissenschaftler am Bremer Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben Assistenzsysteme entwickelt, die älteren Menschen und Rollstuhlfahrern die Navigation erleichtern sollen. Der Rollstuhl Xeno fährt selbstständig durch die Wohnung. Der Rollator iWalker geleitet seinen Nutzer durch Gebäude und hilft, Kollisionen zu vermeiden.

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Computergestützte Assistenzsysteme, die älteren oder behinderten Menschen im täglichen Leben helfen sollen, waren auf der Cebit 2009 ein großes Thema. Das Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme beispielsweise hat ein intelligentes Badezimmer vorgestellt, das sich den Bedürfnissen seiner Nutzer anpasst. Forscher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen haben Steuerungs- und Navigationssysteme für einen Rollstuhl und eine Gehhilfe entwickelt.

Inhalt:
  1. Rollstuhl Xeno kennt den Weg
  2. Rollstuhl Xeno kennt den Weg

Bei dem Rollstuhl handelt es sich um einen elektrisch betriebenen Rollstuhl, ein Serienprodukt des Prothetikunternehmens Otto Bock. Dazu haben die DFKI-Forscher ein Steuersystem entwickelt, das es dem Insassen erlaubt, den Rollstuhl sicher zu steuern. Das System besteht aus zwei Laserscannern für die Hinderniserkennung, einem Eee-PC, der den Rollstuhl steuert, sowie einem kleinen mobilen Rechner, über den der Nutzer den Rollstuhl auch per Joystick bedienen kann. Für schwer Gelähmte steht zudem ein Kopfjoystick zur Verfügung, der auf Gesten reagiert: Den Kopf neigen etwa bedeutet, dass Xeno abbiegen soll.

In einem vordefinierten Umfeld fährt der Rollstuhl automatisch. Dazu wird zunächst eine Karte des Umfelds erstellt, in dem der Patient sich fortbewegen will. Das kann eine Wohnung oder ein ganzes Gebäude sein. Auf der Cebit etwa hatten die DFKI-Forscher eine Karte der Halle 9 programmiert, in der sie ihren Stand aufgebaut hatten. Dazu wird zuerst das Umfeld vermessen. Aus den Daten erstellt ein Algorithmus einen Lageplan, in den schließlich per Hand die Fahrwege eingetragen werden. Das sei zwar aufwendig, habe aber den Vorteil, dass bestimmte Hindernisse wie etwa Treppen, die die Laserscanner nicht erkennen, in die Karte aufgenommen werden können, erklärt Thomas Röfer vom DFKI im Bremen.

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Rollstuhl Xeno kennt den Weg 
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