Abo
  • Services:

Tauss-Anwalt beklagt Vorverurteilung durch Staatsanwalt (Up)

Hier soll "jemand zur Strecke gebracht werden"

Der Anwalt des SPD-Medienexperten Jörg Tauss beklagt im Umgang der Staatsanwaltschaft mit seinem Mandanten eine Vorverurteilung, wie er "sie noch nicht erlebt" habe. Gegen Tauss wird wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie ermittelt.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Anwalt des SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss hat das Vorgehen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe kritisiert, die öffentlich gegen Tauss wegen kinderpornografischer Schriften ermittelt. "Die Ermittlungsbehörde hat meinen Mandanten in einer Weise vorverurteilt, die einer sozialen Exekution nahe kommt", erklärte Tauss' Verteidiger Jan Mönikes dem Tagesspiegel am Sonntag unter Verweis auf die Medienpolitik der Ankläger.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Nürnberg
  2. Stadtwerke München GmbH, München

"Es kann nicht sein, dass die Staatsanwaltschaft in einem derart sensiblen Verfahren aus der Distanz stündlich Wasserstandsmeldungen an die Presse weitergibt, ohne dass dem Angeschuldigten und seinem Verteidiger die Möglichkeit gegeben ist, in der Sache Stellung zu nehmen." Man könne den Eindruck gewinnen, dass "hier jemand zur Strecke gebracht werden soll", sagte Mönikes. Mönikes und dem ehemaligen SPD-Fraktionsvorstand Tauss wird vom Mittwoch, dem 11. März 2009 an Einsicht in die Ermittlungsakten gewährt.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel zufolge soll Tauss mit dem verurteilten Pädokriminellen Sascha H. aus Bremerhaven in eindeutiger Weise kommuniziert haben. Der Bundestagsabgeordnete habe per SMS die Aufforderung versandt, mehr Material zu schicken. Auch habe er Kommentare wie "geil" abgegeben, heißt es unter Berufung auf die Ermittler. H. hatte im Chatraum eines Privatsenders für Darstellungen von Kindesmissbrauch geworben und war deswegen zu neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der Beschuldigte soll auch einen Datenträger an Tauss' Berliner Privatadresse geschickt haben.

Der SPD-Politiker, der sich seit Jahren mit der Bekämpfung von Kinderpornografie beschäftigt, bestreitet die Darstellung. "Ich bin mir absolut sicher, dass der gegen mich erhobene Vorwurf schnell ausgeräumt werden kann." Eine "Revanchehandlung" aus der Szene sei als Erklärung möglich. Tauss hatte in der aktuellen Diskussion um Internetsperren gegen Kinderpornografie davor gewarnt, bürgerliche Freiheitsrechte einzuschränken und stattdessen gefordert, die Strafverfolgung zu intensivieren, um an die Täter heranzukommen.

Wollte Tauss auf eigene Faust ermitteln? Die grüne Abgeordnete Silke Stokar sagte der Berliner Zeitung: "Wer sich mit dem Waffengesetz beschäftigt, kann nicht eine illegale Waffensammlung in seinem Büro anlegen." Wer sich aber über Monate hinweg über dubiose Quellen Material beschaffen möchte, der müsse sich absichern und die Polizei einschalten, kommentierte sie.

Nachtrag vom 08. März 2009, 16:01 Uhr:


Die Karlsruher Staatsanwaltschaft hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Oberstaatsanwalt Rüdiger Rehring sagte dem Tagesspiegel, sein Team sei "so zurückhaltend wie möglich vorgegangen." Details und Vorwürfe gegen Tauss seien nicht von der Staatsanwaltschaft veröffentlicht, sondern zuerst von den Medien in die Welt gesetzt worden. Er habe sich als Sprecher der Ermittlungsbehörde erst danach geäußert.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. ProBook 440 G5 14" FHD/i5-8250U/8 GB/128 GB SSD + 1 TB HDD für 679€ statt 799€)
  2. (aktuell u. a. Crucial MX300 525 GB für 111€ und SanDisk Ultra 128-GB-microSDXC für 29€)
  3. (heute u. a. Destiny 2 Digital Deluxe für 44,99€, AC Origins für 28,99€, ANNO 2205 Ultimate...
  4. 111€

Helmut Karsten 22. Aug 2010

Na dann google Sie MICH mal........ Da wird einem mM nach ein xxx-vorbestrafter 95...

helmutkarsten 22. Aug 2010

Ich darf es nochmal und immer wieder sagen: EIN Tag unschuldiger Haft, ist wie ein Jahr...

spanther 28. Mär 2009

Wenn sie wieder alles vermixen und Jugend mit Kind tauschen als Begriff, ebenso...

PooBoo 28. Mär 2009

die meisten kommentare hier sind absoluter schwachsinn die ganzen trolle sind komisch...

PolitikerNEU 09. Mär 2009

1) Ich glaube schon, dass man seine Vorlieben ändern kann - beispielsweise gab es einmal...


Folgen Sie uns
       


Razer-Nommo-Chroma-Boxen - Test

Haartrockner oder doch Lautsprecher? Wir testen Razers Nommo-Chroma-Boxen und tendieren zu Ersterem.

Razer-Nommo-Chroma-Boxen - Test Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

    •  /