BND setzt Onlinedurchsuchung intensiv ein
Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat laut Spiegel die Angriffssoftware für Onlinedurchsuchungen im Ausland intensiv genutzt. 2008 kamen die Tools in über 2.500 Fällen zum Einsatz, zum Teil um Festplatteninhalte zu kopieren und an die Spione zu übermitteln. Auch wurden Keylogger installiert, um Passwörter abzufangen, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel(öffnet im neuen Fenster) .
Das Kanzleramt wolle nun beim Einsatz der Govware den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit stärker angewandt wissen und einen Beamten mit Befähigung zum Richteramt als Kontrolleur einsetzen. Der BND-Präsident muss der elektronischen Angriffsmaßnahme künftig zuvor persönlich zustimmen.
Erst im März 2008 war bekanntgeworden, dass der BND in Afghanistan den Handelsminister Amin Farhang , sein Ministerium und dessen E-Mail-Kommunikation mit der Spiegel-Redakteurin Susanne Koelbl überwacht hatte. Verantwortlich war die Pullacher BND-Stelle "Operative Unterstützung und Lauschtechnik" (Opus), Referat 26E.