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Studie: Infektionsquelle Handy

Handys von Krankenhauspersonal mit Bakterien verseucht. Handys auf Intensivstationen und in Operationssälen sind eine unterschätzte Infektionsquelle. Das ist das Ergebnis einer Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Ondokuz Mayis in der Türkei.
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Für die Studie(öffnet im neuen Fenster) haben türkische Wissenschaftler der Universität Ondokuz Mayis die Hände und Handys von 200 Krankenschwestern und Ärzten, die auf Intensivstationen und in Operationsräumen arbeiten, auf Bakterien getestet.

Das Ergebnis: 95 Prozent der Handys waren mit verschiedenen Arten von Bakterien übersät, die leichte Infektionen wie Hautreizungen, aber auch nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen) verursachen können. Auf 31 Prozent der Handys und 39,5 Prozent der Hände wurden Gram-positive Bakterien entdeckt, die resistent gegenüber dem Antibiotikum Ceftazidim sind. 52 Prozent der getesteten Handys und 37,7 Prozent der Hände waren mit dem Gram-positiven Staphylococcus aureus verseucht.

Nur 10,5 Prozent der Mitarbeiter säuberten laut der Studie regelmäßig ihr Handy. Dabei können die Bakterien über ein Handy leicht über Ohren, Mund und Nase in den Körper gelangen. Außerdem wird das Handy auch zur privaten Kommunikation genutzt, somit wird die Verbreitung von Krankenhausinfektionen außerhalb des Krankenhauses begünstigt.

Die Autoren der Studie folgern, Handys von Krankenhausmitarbeitern müssten ebenso sorgfältig desinfiziert werden wie deren Hände.


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