• IT-Karriere:
  • Services:

Kernel-Entwickler diskutieren über Xen

Kommt Virtualisierungslösung noch komplett in den Linux-Kernel?

Auf der Linux-Kernel-Mailingliste diskutieren die Entwickler derzeit, ob sie die restlichen Teile der Virtualisierungslösung Xen noch in Linux integrieren sollen. Mit KVM ist bereits eine Virtualisierungssoftware Bestandteil des Linux-Kernels.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Derzeit unterstützt Xen im Linux-Kernel nur den Gastmodus (DomU). Der nötige Code für die privilegierte Domäne (Dom0) ist noch nicht Teil des Kernels. Als Antwort auf an die Linux-Kernel-Mailingliste geschickte Dom0-Patches warf Andrew Morton nun die Frage auf, ob der Dom0-Code überhaupt noch aufgenommen werden solle. Er halte Xen für den "alten" Weg, während es bereits die "neue" Richtung KVM gebe und fragt, ob die Entwickler eine Aufnahme des Dom0-Codes nicht in ein paar Jahren bereuen würden. Ein Konsens scheint in der daraufhin begonnenen Diskussion noch nicht gefunden.

Stellenmarkt
  1. Birkenstock GmbH & Co. KG Services, Neustadt (Wied), Köln
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

Kernel-Betreuer Andrew Morton sagte schon 2005 voraus, dass die an der Universität Cambridge entwickelte Virtualisierungslösung Xen bald Teil des offiziellen Linux-Kernels werde. Es sollte dann aber doch noch bis 2007 dauern, bis erste Xen-Teile in Linux 2.6.23 zu finden waren. Der Dom0-Code fehlt aber bis heute und wird von den Xen-Entwicklern selbst auf Basis eines älteren Linux-Kernels gepflegt.

Xen wurde in der Zwischenzeit vom jüngeren Ansatz KVM überholt. Die Virtualisierungslösung nahmen die Entwickler schon in den Linux-Kernel 2.6.20 auf. Xen setzt ursprünglich auf Paravirtualisierung. Das Gastbetriebssystem muss für diesen Zweck angepasst werden. Bietet der Prozessor Virtualisierungsfunktionen, kann Xen auch unmodifizierte Systeme ausführen. KVM setzt einen solchen Prozessor zwingend voraus und macht den Kernel selbst zum Hypervisor.

Auch mehrere Linux-Distributoren schwenkten von Xen auf KVM um. Etwa Canonical mit Ubuntu und auch Red Hat setzt künftig auf KVM. Kein Wunder: Der Linux-Anbieter hatte den KVM-Entwickler Qumranet 2008 gekauft.

Die Kernel-Entwickler kritisierten in der Vergangenheit häufig die Qualität des Xen-Codes und dass das Xen-Team nicht genügend Ressourcen in dessen Anpassung stecke. Das führte nun dazu, dass einige Xen-Teile überarbeitet werden. Das heißt aber auch, dass Xen in jedem Fall noch etwas Zeit braucht. Oder die Kernel-Entwickler sich doch dagegen entscheiden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 209,49€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Assassin's Creed: Odyssey für 22,99€, Borderlands 3 für 25,99€, Battalion 1944 8...
  3. 3.499€ (Vergleichspreise ab 4.399€)

addydaddy 06. Mär 2009

Möchte gar nicht wissen, wie es gerade mit der Projektplanung bei MS bzgl. W7 zugeht. Nur...

Fragensteller... 06. Mär 2009

Es setzen viele Unternehmen(Microsoft, SUN, Citrix) auf XEN, viel Dokumentationsmaterial...

Absprache 06. Mär 2009

Ja, echt schlimm diese Lieschen Müllers, die ständig irgendwelche Patches für...

Kashi 06. Mär 2009

Die Argumentation ist so nicht ganz richtig. XENs Virtualisierungslösung ist im Grunde...

Siga 06. Mär 2009

Ist doch klar, wie zu entscheiden ist: Man stellt sich die Frage, ob non-VT-CPUs aktuell...


Folgen Sie uns
       


Wo bleiben die E-Flugzeuge? (Interview mit Rolf Henke vom DLR)

Wir haben den Bereichsvorstand Luftfahrt beim DLR gefragt, was Alternativen zum herkömmlichen Flugzeug so kompliziert macht.

Wo bleiben die E-Flugzeuge? (Interview mit Rolf Henke vom DLR) Video aufrufen
Workflows: Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht
Workflows
Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht

Die Digitalisierung von Prozessen scheitert selten an der Technik. Oft ist es Unwissenheit über wichtige Grundregeln, die Projekte nach hinten losgehen lässt - ein wichtiges Change-Modell hilft dagegen.
Ein Erfahrungsbericht von Markus Kammermeier

  1. Digitalisierung Aber das Faxgerät muss bleiben!
  2. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  3. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"

Elektroautos: Die elektrischste Tiefgarage Deutschlands
Elektroautos
Die elektrischste Tiefgarage Deutschlands

Was muss passieren, damit in zehn Jahren fast jeder in der Tiefgarage sein Elektroauto laden kann? Ein Pilotprojekt bei Stuttgart soll herausfinden, welcher Aufwand auf Netzbetreiber und Eigentümer und Mieter zukommen könnte.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Renault Elektro-Twingo soll nicht schnellladefähig sein
  2. Elektromobilität Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
  3. Renault City K-ZE Dacia plant City-Elektroauto

Verkehr: Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb
Verkehr
Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb

Bei Hybridautos und Plugin-Hybriden kommt es häufiger zu Kaltstarts als bei normalen Verbrennungsmotoren - wenn der Verbrennungsmotor ausgeht und der Elektromotor das Auto durch die Stadt schiebt. Wie schnell lässt sich der Katalysator vorwärmen, damit er Abgase dennoch gut reinigen kann?
Von Rainer Klose

  1. Elektroautos EU-Kommission billigt höheren Umweltbonus
  2. Elektroauto Jaguar muss I-Pace-Produktion mangels Akkus pausieren
  3. 900 Volt Lucid stellt Serienversion seines Luxus-Elektroautos vor

    •  /