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Gigabyte: 10-Zoll-Netbooks und -Tablet-PCs mit Intels GN40

Cebit 2009
Geräte sollen ab Ende April verfügbar sein. Gigabyte will neue 10-Zoll-Netbooks mit Intels GN40-Chipsatz auf den Markt bringen. Der Chipsatz soll die Grafik beschleunigen und die Wiedergabe von HD-Videos ermöglichen. Neben besonders dünnen Geräten gibt es dockbare Netbooks und den Nachfolger des M912-Tablet-PCs mit Atom-Prozessor.
/ Andreas Sebayang
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Auf der Cebit in Hannover stellt Gigabyte derzeit neue Mininotebooks für das Jahr 2009 aus. Das M1022 besitzt als Besonderheit eine Dockingstation. Dort wird das Netbook bei Bedarf hochkant und zusammengeklappt hineingestellt und nimmt so wenig Platz auf dem Schreibtisch weg. Vermarktet wird das M1022 auch unter dem Namen Booktop. Bei einer Vorführung funktionierte der Dockvorgang schon recht gut.

Einige Modelle des Booktops werden mit dem neuen GN40-Chipsatz ausgeliefert, der eine schnellere Grafik verspricht als die GMA950-Grafik anderer Netbooks. Booktops mit dem GN40 werden zudem mit einem Atom N280 (1,66 GHz) und einem LED-Display mit 1.366 x 768 Pixeln auf einer Diagonale von 10 Zoll bestückt. Alle M1022-Modelle sollen mit einem ExpressCard-Slot ausgestattet sein, über den sich das Netbook erweitern lässt.

Insgesamt soll es von dem 1,3 kg wiegenden Booktop vier Versionen (1022P, X, M und G) geben, von denen einige in der Ausstattung den heute üblichen Netbooks gleichen. Das gilt auch für das M1028, ein Netbook, das sich in einen Tablet-PC verwandeln lässt (Convertible). Dazu wird das LED-Display mit Touchscreen umgeklappt.

Damit die Bedienung mit dem Touchscreen auch ohne Tastatur gut funktioniert, soll eine Gestensteuerung helfen, mit der etwa der Bildschirm gedreht werden kann. Auf der Cebit funktionierte das jedoch noch nicht. Der Touchscreen sah auf den ersten Blick besser aus als der des von Golem.de getesteten M912 .

Das Display gibt es in zwei Varianten: Im 1028M und -G verbaut Gigabyte nur ein LED-Display mit 1.024 x 600 Pixeln. Beim X- und P-Modell findet sich das hochauflösende Display mit 1.366 x 768 Pixeln. Dem P-Modell vorbehalten ist der neue GN40-Chipsatz.

Ein HSPA-Modul gibt es laut Gigabyte nur im G-Modell, das allerdings weder ein hochauflösendes Display noch den neuen Chipsatz mit sich bringt. Eine Ausstattungsvariante, die von allen 1028er-Modellen das Beste bietet, gibt es also vorerst nicht. Je nach mitgeliefertem Akku soll das M1028 entweder 1,3 (vier Zellen) oder 1,48 kg (sechs Zellen) wiegen.

Wie beim Vorgänger des Convertible-Tablet-PCs setzt Gigabyte auch beim M1028 nur die günstige Windows-XP-Home-Lizenz ein. Daher fehlen dem Netbook Annehmlichkeiten wie die Handschrifterkennung, die der Tablet-PC-Edition von Windows XP oder Windows Vista (mit Ausnahme von Vista Home Basic) vorbehalten sind.

Des Weiteren hat Gigabyte ein besonders leichtes und dünnes Netbook vorgestellt. Das M1024 ähnelt in der Ausstattung aktuellen Netbooks. Ein neuer Chipsatz oder eine neue Atom-CPU findet sich also nicht in dem Modell. Dafür steckt im M1024 eine 1,8-Zoll-Festplatte (PATA, 60-80 GByte, 4.200 U/min), um das kleine Gehäuse (250 x 170 x 20,8 mm) zu ermöglichen. Eine Ethernet-Schnittstelle hat Gigabyte nicht mehr einbauen können, sie ist nur über einen Expansion-Port zugänglich. Außerdem ist der Arbeitsspeicher (1 GByte) fest verlötet und lässt sich nicht aufrüsten. Das M1022 und M1028 hingegen lässt ein Aufrüsten auf 2 GByte RAM zu. Das Display gehört zudem zu den 16:9-Displays. Es sind in der vertikalen also nur 576 Pixel statt der sonst üblichen 600 Pixel vorhanden. Das Netbook soll mit einem 6-Zellen-Akku (3.400 mAh) 890 Gramm wiegen.

Alle Netbooks bieten laut Gigabyte Bluetooth 2.1, das M1028 und das M1022 zusätzlich EDR für schnellere Datentransfers. 802.11b/g/n-WLAN sind beim M1028 und M1022 Standard. Das M1024 funkt nur nach 802.11b/g.

Bei der zu erwartenden Modellvielfalt gilt es aufzupassen, dass der Käufer das richtige Modell erwischt. Die neuen Netbooks sollen ab April/Mai 2009 zu haben sein. Einen Preis konnte Gigabyte auf der Cebit noch nicht nennen. Die neuen Netbooks sind in Halle 21 auf der Cebit zu sehen.


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