Bundesregierung: Laserdrucker gesundheitlich unbedenklich
Bündnis 90/Die Grünen wollten von der Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage wissen, ob die Emissionen der Drucker gesundheitsschädlich sind. In Büros wurde beim Drucken mit Laserdruckern laut Untersuchungen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und des Bundesumweltamtes (UBA) zwar eine teilweise Freisetzung von Partikeln festgestellt, deren Konzentration sei aber geringer gewesen als die Belastung der Außenluft mit diesen Partikeln. Es gibt keine Belege für eine erhöhte Partikelkonzentration durch Tonerpulver.
Schon Anfang 2007 wurde die Bundesregierung durch die Grünen im Rahmen einer Kleinen Anfrage zu den Risiken von Laserdruckern befragt. Auch damals wurden gesundheitliche Gefährdungen verneint - sie seien "sehr unwahrscheinlich" , hieß es damals .
Nach Informationen der Regierung wurden 2008 in Deutschland rund 6,5 Millionen Drucker verkauft. In diese Zahl flossen jedoch sowohl Tinten- als auch Laserdruckerverkäufe ein. Außerdem wurden letztes Jahr 653.000 Kopierer verkauft.
Immer wieder gibt es Meldungen vor allem in der Boulevardpresse, dass die Partikelemissionen von Laserdruckern gesundheitsschädlich sind. Schon Anfang 2008 legte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Studie vor, nach der Drucker zwar die Umgebungsluft veränderten und für eine erhöhte Feinstaubkonzentration sorgen. Die Menge liegt aber nicht über der in privaten Haushalten gemessenen Konzentration, so die Studie.
Mehrere Personen in einer Testgruppe hatten dabei ihre Beschwerden auf den Druckertoner zurückgeführt. Deshalb wurden weitere Untersuchungen durchgeführt. Die Prüfung der Lungenfunktion ergab keine besonderen Störungen. Auch bei Urintests auf die Metalle Cadmium, Chrom und Nickel wurden keinen erhöhten Werte festgestellt.