Abo
  • Services:

Dem Google-Handy droht der Verkaufsstopp

IPCom ist eine neue Art Investmentgesellschaft - eine Art Inkassounternehmen für uneinbringliche Patentgebühren. Sich selbst sieht das Unternehmen als Rechteverwerter für Patentansprüche, vergleichbar mit der Gema, die für Musiker und Komponisten Urheberrechtsabgaben kassiert. Die fraglichen UMTS-Patente, bei denen es in den Klagen gegen Nokia und HTC geht, hatte IPCom nach eigenen Angaben von der Robert Bosch GmbH Ende 2006 gekauft. Die angeblichen Lizenzansprüche sollen jetzt mit finanzieller Rückendeckung durch den amerikanischen Private-Equity-Fonds Fortress durchgesetzt werden. Fortress verwaltete 2008 rund 40 Milliarden US-Dollar Anlegergelder und ist mit knapp 50 Prozent an IPCom beteiligt.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Gartenbau-Versicherung VVaG, Wiesbaden

Ein Sprecher von HTC erklärte auf Anfrage des Handelsblatts, dass man die Sache "sehr ernst" nehme. Man bleibe aber dabei, dass HTC keine Patente verletzt habe. Das Unternehmen zweifelt an, dass die von IPCom angeführten Patente überhaupt gültig sind und will in Berufung gehen. Eine Vollstreckung soll bis zur Klärung der Nichtigkeitsklage, die derzeit vor dem Bundespatentgericht München verhandelt werde, verhindert werden.

Hart käme ein Verkaufsstopp vor allem für Vodafone: Erst vor wenigen Wochen wurde das Vodafone-Magic mit Android-Betriebssystem in Barcelona vorgestellt. Es wird von HTC gefertigt und soll den Kampf mit dem beliebten G1 von T-Mobile aufnehmen. Für das G1 rechnen Marktanalysten wie Nikolaus Mohr von Accenture für dieses Jahr mit einem Marktpotenzial von einer Million Stück in Deutschland. "Bislang ist IPCom noch nicht an uns herangetreten", erklärte ein Vodafone-Sprecher auf Anfrage. Ein T-Mobile-Sprecher stand noch nicht für einen Kommentar zur Verfügung.

Am Mittwoch lieferte HTC von jedem seiner Telefonmodelle ein Exemplar bei der Messe-Polizeiwache der Cebit in Hannover ab, zur "Beweissicherung", wie HTC bestätigte. Es habe sich dabei um eine "freiwillige Hinterlegung" gehandelt, betonte Oberstaatsanwalt Uwe Görlich von der Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage, keine Beschlagnahmung oder Durchsuchung des Messestands.

Solche Hinterlegungen seien in zivilrechtlichen Verfahren absolut üblich. HTC-Smartphones gehören zu den beliebtesten Smartphones in Deutschland. HTC ist gleichzeitig der größte Hersteller von Smartphones mit Microsoft-Windows-Betriebssystemen. Rund 39 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Europa. [von Axel Postinett / Handelsblatt]

 Dem Google-Handy droht der Verkaufsstopp
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Crucial MX300 525 GB für 111€ und SanDisk Ultra 128-GB-microSDXC für 29€)
  2. (heute u. a. Destiny 2 Digital Deluxe für 44,99€, AC Origins für 28,99€, ANNO 2205 Ultimate...
  3. 111€
  4. 111€ (nur bis 20 Uhr)

Naja 06. Mär 2009

allen ernstes design... nein.

Naja 06. Mär 2009

hype

schmic 06. Mär 2009

non disclosure, so wie es heute schon gemacht wird. Wenn mans patentiert, kennen es alle...

schmic 06. Mär 2009

das mag für die Computer und IT Industrie stimmen, ich wag es zu bezweifeln...

gormiti 06. Mär 2009

Ich habe ihn auf Anhieb verstanden und gebe ihm Recht. Dieses alberne Abgemahne...


Folgen Sie uns
       


Genfer Autosalon 2018 - Bericht

Wir fassen den Genfer Autosalon 2018 im Video zusammen.

Genfer Autosalon 2018 - Bericht Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /