Kinderpornoverdacht gegen SPD-Abgeordneten Jörg Tauss

Der medienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Jörg Tauss soll sein Bundestagsmandat binnen weniger Tage zurückgeben, fordert die SPD-Fraktion. Tauss wird verdächtigt, Verbindungen in die Kinderpornoszene zu haben. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger aus Fraktionskreisen(öffnet im neuen Fenster) .
Der Immunitätsausschuss des Bundestages hatte Tauss' Immunität zuvor aufgehoben und dem Antrag der Ermittler auf Durchsuchung der Privat- und Büroräume stattgegeben. Der Ausschussvorsitzende Thomas Strobl (CDU) erklärte, er habe das von den Ermittlungsbehörden vorgelegte Material besonders intensiv geprüft. "Wir schauen uns das immer sehr genau an, wenn die Immunität von Abgeordneten berührt ist. Besonders intensiv schauen wir hin, wenn es um Durchsuchungen und Beschlagnahmungen geht" , sagte Strobl dem KStA.
Tauss hat die Vorwürfe als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen. Er beschäftige sich als Medienpolitiker seit Jahren mit dieser Szene, weshalb eine "Revanchehandlung" möglich sei.
Laut Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) sind bei einem Mann, der der Verbreitung von Kinderpornografie beschuldigt wird, zwei Handynummern gefunden worden, die die Ermittler Tauss zugeordnet haben. Es habe 23 Verbindungen per SMS und MMS gegeben, wobei ein kinderpornografisches Video von Tauss an den Verdächtigen versandt worden sein soll, so Spiegel Online weiter. Zudem soll der Beschuldigte eine DVD an Tauss geschickt haben.
Die Staatsanwaltschaft trat möglichen Vorverurteilungen entgegen: "Es kann herauskommen, dass er komplett unschuldig ist" , so ein Sprecher.



