Nvidia denkt über einen eigenen x86-Prozessor nach
Mit Tegra bietet Nvidia bereits ein SoC (System-on-Chip) an, basierend auf einem ARM11-Kern. Doch eines Tages wird es sinnvoll sein, diesen Ansatz auch im x86-Markt zu verfolgen, so Nvidia-Sprecher Michael Harra. In zwei bis drei Jahren könnte es so weit sein, im x86-Bereich einen ähnlich hoch integrierten Chip anzubieten wie mit Tegra im Mobilbereich.
Die Pläne von Intel und AMD, Prozessor und Grafikchip zu verschmelzen, könnten Nvidia in diese Richtung drängen. Allerdings sei ein solches x86-SoC eher für untere Preissegmente interessant, im High-End-Bereich würden auch künftig eher diskrete Prozessoren und Grafikchips zum Einsatz kommen.
Derzeit streiten Intel und Nvidia darüber, ob Nvidia Chipsätze für Intels Core i7 anbieten dürfte. Nvidia pocht darauf, dass die bestehenden Lizenzverträge dies abdecken, Intel sieht das anders. Sollte Nvidia jedoch einen x86-Chip entwickeln wollen, müsste das Unternehmen dafür notwendige Patente wohl bei Intel lizenzieren.
Außer Intel stellen im Moment nur AMD und VIA x86-kompatible Prozessoren her, VIA konzentriert sich seit langem nur noch auf Embedded-Lösungen und recht sparsame CPUs. Über eine Zusammenarbeit von VIA und Nvidia wurde immer wieder spekuliert, beide Unternehmen machten dazu jedoch nie konkrete Angaben.
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