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WebKit für Java und Qt

Bibliotheken integrieren Browser-Engine. Die freie Browser-Engine WebKit betritt neues Territorium: Genuitec hat mit WebKit for SWT 0.5 die Engine als eingebettete Java-Komponente veröffentlicht, Nokia liefert WebKit mit seiner aktuellen C++-Bibliothek Qt in einer besonders schnellen Variante aus.
/ Jens Ihlenfeld
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Nokias Qt 4.5 nutzt eine recht aktuelle WebKit-Version samt der JavaScipt-Engine SquirrelFish Extreme, die unter dem Namen Nitro ebenfalls in Apples Safari 4 steckt. Nokia geht aber noch einen Schritt weiter und liefert WebKit für einige Plattformen mit aktiviertem JIT-Compiler aus, was die JavaScript-Verarbeitung nochmals drastisch beschleunigt.

Hatte die WebKit-Version in Qt 4.4 rund 2,1 Durchläufe des Benchmarks SunSpider pro Minute geschafft, kommt Qt 4.5 mit aktiviertem JIT-Compiler auf 14,9 Durchläufe pro Minute. Noch deutlicher fällt der Unterschied in Googles JavaScript-Benchmark V8 aus. Qt 4.4 kommt hier auf 30 Punkte, Qt 4.5 mit aktivierten JIT-Compiler auf 766. Ohne JIT-Compiler sind es in den von Nokia durchgeführten Benchmarks(öffnet im neuen Fenster) immerhin noch 102 Punkte.

Der JIT-Compiler steht derzeit allerdings nur auf wenigen Plattformen zur Verfügung: Linux mit gcc ab Version 4.1 sowie Windows mit MSVC.

Genuitec hat derweil eine Java-Komponente entwickelt, die WebKit in Java-Applikationen nutzbar macht. WebKit for SWT(öffnet im neuen Fenster) lässt sich in Java-SWT-Applikationen einsetzen, um HTML5, CSS3, JavaScript und Flash anzuzeigen beziehungsweise auszuführen. SWT ist eine User-Interface-Bibliothek analog zu AWT und Swing, die stark auf die jeweiligen UI-Elemente des Betriebssystems aufsetzt und im Rahmen des Eclipse-Projekts entstand. Dort soll die WebKit-Komponente später auch zum Einsatz kommen, genauer gesagt in Eclipse FireFly für mobile Webentwicklung.


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