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Core i5: Mainboards fertig, Prozessor nicht

Mainboards mit Socket LGA 1156 in großer Auswahl – aber nicht im Betrieb. Cebit Offiziell heißen Intels kommende Prozessoren für den Massenmarkt noch Lynnfield und Clarkdale , auf der Cebit gibt es auch schon die passenden Mainboards dafür zu sehen.
/ Nico Ernst
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Wie auf Messen seit einigen Jahren üblich zeigen taiwanische Hardwarehersteller auch in diesem Jahr in Hannover Produkte, welche die Hersteller der Chipsätze lieber noch unter Verschluss gehalten hätten. Intel duldet die Ausstellung der Socket-1156-Boards offenbar, denn sie sind nicht nur in Hinterzimmern zu sehen, sondern bei einigen Herstellern auch offen am Stand. Erst am Donnerstag will Intel weitere Informationen zur Roadmap bei Chipsätzen und Prozessoren bekanntgeben. Unbestätigten Angaben zufolge sollen die Prozessoren mit Nehalem-Architektur als "Core i5" auf den Markt kommen.

Anhand der ausgestellten Boards, die unter anderem bei Asus, Biostar, Gigabyte und MSI zu sehen sind, kann man sich jedoch schon einiges zusammenreimen. So beschriftet Biostar sein Produkt mit "Verfügbar im dritten Quartal 2009" – und dann dürften wohl auch die Prozessoren erscheinen. Zuerst soll das für den Quad-Core ohne Grafikkern namens "Lynnfield" der Fall sein, der in 45 Nanometern Strukturbreite hergestellt wird. Der 32-Nanometer-Prozessor "Clarkdale" mit Grafik im gleichen Chipgehäuse soll laut Intels bisherigen Ankündigungen erst Ende 2009 oder Anfang 2010 erscheinen.

Ein Vertreter eines anderen Mainboardherstellers gab im Gespräch mit Golem.de auch an, dass der P55-Chipsatz, den Intel noch unter dem Namen "Ibex Peak" führt, im Prinzip sowohl mit den CPUs mit und ohne Grafik umgehen kann. Die Referenzdesigns sehen vor, dass die Boards mit Ausgängen für VGA, DVI und HDMI bestückt sind. Je zwei davon lassen sich parallel nutzen. Einige der 1156-Boards sind auch schon mit einem DisplayPort versehen.

Steckt man einen Lynnfield-Prozessor, der nicht über einen Grafikkern verfügt, in eines der LGA1156-Boards, so braucht man eine gesteckte Grafikkarte. Die bisher ausgestellten Ibex-Peak-Chipsätze verfügen nicht über einen eigenen Grafikkern, Intel verlässt sich hier ganz auf die vermutlich erst 2010 erscheinende Lösung mit Clarkdale. AMD und Nvidia dürften sich freuen, wenn das so bleibt – doch für Überraschungen ist Intel immer gut, und "Off-Roadmap-Chipsätze" sind dort gerade modern. Eine dieser kurzfristig gebauten Lösungen ist beispielsweise das Modell "CN40", das für Netbooks entworfen wurde.


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