Regulierer will sich vorerst nicht in VDSL-Preise einmischen
Erst soll ein Dialog zwischen Telekom und ihren Wettbewerbern stattfinden, bevor die Bundesnetzagentur einschreitet, sagte Kurth dem Handelsblatt. "Wir sind der Meinung, dass zunächst ein kommerzieller Dialog zwischen der Telekom und den Wettbewerbern stattfinden sollte" , meint Kurth.
Die Telekom geht den Schritt der Öffnung freiwillig. Vormals hatte sich der Konzern massiv gegen eine Öffnung gestellt. Durch den jetzigen Schritt wird es für die Konkurrenz weniger attraktiv, eigene Infrastrukturen zu errichten. Gleichzeitig will die Telekom ihre Partnerschaften mit kleinen und größeren Netzbetreibern vorantreiben, die regional eigene VDSL-Netze aufbauen.
Kurth ist dieser Entwicklung gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen. Die Aufteilung in Ausbauregionen, wie die Telekom und Vodafone es planen, sei zweckmäßig. "Wenn wir Glasfaser-Infrastruktur in Deutschland voranbringen wollen, ist es sinnvoll, dass die gewaltigen Investitionen in den Gegenden, wo es nur wenig Nutzer gibt, nicht zweimal getätigt werden" , meint der Regulierungschef. Das Kartellamt müsse ebenfalls befragt werden, sagte Kurth.
Die Bundesregierung will für alle Bundesbürger mit Mitteln aus dem zweiten Konjunkturpaket bis 2018 eine flächendeckende Breitbandversorgung mit 50 MBit/s ermöglichen. Dafür wurde den Telekommunikationsunternehmen eine investitionsfreundliche Regulierung versprochen. Wie diese konkret aussehen soll, wurde der Bundesnetzagentur überlassen.