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Wireless USB und USB 3.0 mit 170 MByte/s vorgeführt

USB-IF zeigt neue Technologien auf der Cebit in Aktion. Cebit Das "USB Implementors Forum" zeigt in Hannover erstmals öffentliche Vorführungen von SuperSpeed USB 3.0. Auch das in Deutschland noch kaum verbreitete drahtlose USB ist zu sehen, die Anwendung als virtuelles Verlängerungskabel für den Fernseher überzeugt.
/ Nico Ernst
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Jeff Ravencraft, Präsident des USB Implementors Forum (USB-IF), zeigt an einem kleinen Stand in Halle 13 der Cebit sowohl Seriengeräte als auch Prototypen von neuen USB-Technologien. Erstmals gibt es dabei auch seriennahe Geräte mit "SuperSpeed USB" zu sehen, besser bekannt als USB 3.0. Die neue Technik, die Golem.de schon ausführlich beschrieben hatte, soll die Datenrate von USB 2.0 auf rund 5 Gigabit pro Sekunde verzehnfachen.

Bei einer von Fresco Logic gebauten externen SSD, die Ravencraft auf der Cebit vorführt, ist diese Geschwindigkeit jedoch noch nicht ganz erreicht. Laut dem Test Quickbench erreicht das Gerät maximal 170 Megabyte pro Sekunde. Das wird, bedingt durch das Dateisystem von Windows, aber auch erst bei Blockgrößen ab 64 KByte erzielt.

Das Kopieren von Dateien auf das Laufwerk konnte Ravencraft mit knapp 60 MByte pro Sekunde zeigen – das ist schon im Prototypenstadium immerhin das Doppelte dessen, was die meisten USB-Festplatten heute schaffen. Die dafür gewählten Dateien waren mit 463 MByte aber auch recht klein. Der verwendete Clientcontroller in der USB-Box stammt von Xilinx.

Laut Ravencraft werden auch weiterhin solche Dritthersteller wie Xilinx, Samsung und NEC das Geschäft mit den ersten USB-3.0-Chips dominieren. Der eigentliche Arbeitgeber des USB-IF-Präsidenten, die Firma Intel, hält sich mit Ankündigungen zu den Host-Controllern noch zurück. Auch auf Nachfragen wollte Ravencraft nicht verraten, wann USB 3.0 Standardbestandteil von Intel-Chipsätzen werden soll.

Schon lange auf dem Markt, wenn auch von der deutschen Öffentlichkeit noch kaum bemerkt, ist dagegen " Wireless USB ". Während erste Geräte wie drahtlose USB-Hubs noch wenig Aufmerksamkeit erregten, ist das mit einem auf der Cebit zu sehenden Gerät von IOGear anders. Mit zwei Dongles – eines für den USB-Port des PCs, das andere mit VGA-Stecker – kann man Bild und Ton drahtlos übertragen. Am Stand des USB-IF findet sich auch ein Monitor von Asus, der Wireless USB gleich mitbringt. In Deutschland bietet auch Fujitsu-Siemens entsprechende Dongles an.


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