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Qt 4.5 und Qt Creator 1.0 veröffentlicht

Neues Qt SDK verfügbar

Nokia hat die neue Version 4.5 des C++-Frameworks Qt veröffentlicht. Es ist die erste Version, die unter der LGPL steht. Passend dazu ist die IDE Qt Creator in der Version 1.0 erschienen und es gibt jetzt ein Qt SDK, das eine komplette Qt-Entwicklungsumgebung einrichtet. Nokia öffnet die Qt-Infrastruktur und lässt Beiträge von externen Entwicklern zu.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Qt 4.5 enthält die aktuelle Upstream-Version der HTML-Rendering-Engine WebKit. Gegenüber Qt 4.4, die WebKit erstmals enthielt, besteht die neue Version nahezu alle Acid3-Tests und kann einzelne Elemente von Webseiten vergrößern. Außerdem wird HTML 5 unterstützt, wobei Audio- und Videoelemente über das Multimedia-System Phonon wiedergegeben werden. Zusätzlich ist die SquirrelFish-JavaScript-Engine enthalten, und Qt ist über WebKit in der Lage, Netscape-Plug-ins zu laden und so beispielsweise Flash-Inhalte darzustellen.

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Qt für Mac wurde neu geschrieben und verwendet jetzt das Cocoa-API, womit auch eine 64-Bit-Speicheradressierung verfügbar ist. Eine 64-Bit-Unterstützung soll sich so durch einfaches Neukompilieren erreichen lassen, wohingegen bei Carbon die Anwendung hätte angepasst werden müssen.

Weiterhin soll Qt 4.5 gegenüber den Vorgängerversionen Geschwindigkeitsvorteile bringen. Mit der QtBenchLib steht eine neue Benchmarkbibliothek zur Verfügung. Das Rendern von Grafiken soll in der neuen Qt-Version ebenfalls schneller vonstatten gehen. Integriert wurde eine neue Engine auf Basis von OpenGL ES 2.0, die Entwickler nutzen können. Geschwindigkeitsvorteile für die Qt-Anwendungen sollen sich bereits durch ein Update des Frameworks erreichen lassen.

Windows-CE-Entwickler erhalten mit der neuen Qt-Version dieselben Funktionen wie auf anderen Plattformen. Das heißt, auch Phonon und WebKit sind jetzt in der Windows-CE-Fassung verfügbar. Das war bei Qt 4.4 noch nicht der Fall. Qt 4.5 unterstützt außerdem XSLT und enthält einen Debugger für QtScript.

Entwickler können mit Qt nun OpenDocument-Dateien schreiben - die Leseunterstützung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Außerdem ist QGtkStyle enthalten, damit sich Qt-Anwendungen besser in die Linux-Desktopumgebung Gnome einfügen, die das konkurrierende Toolkit Gtk verwendet. Die bisher getrennt entwickelte Embedded-Variante Qt Extended ist jetzt Teil von Qt und wird nicht mehr separat entwickelt.

Qt 4.5 ist zudem die erste Version, die auch unter der LGPL verfügbar ist. Damit darf das Toolkit zur Entwicklung proprietärer Software verwendet werden, ohne dass Programmierer eine kommerzielle Lizenz erwerben müssen. Qt 4.5 ist weiterhin auch unter der GPLv3 verfügbar und kann kommerziell lizenziert werden. Diese Lizenzen enthalten dann Support. Für die freien Varianten kann ebenfalls Support erworben werden.

Nokia wird außerdem der Community die Möglichkeit geben, sich an der Entwicklung zu beteiligen. In etwa einer Woche soll die nötige Infrastruktur online gehen, damit externe Programmierer Beiträge zu Qt einreichen können und aktuelle Änderungen am Code sofort nachvollziehen können. Was letztlich in Qt gelangt, entscheidet weiter Nokia.

Die Entwicklungsumgebung Qt Creator ist jetzt in der Version 1.0 verfügbar. Dabei handelt es sich um eine IDE zur C++-Programmierung im Zusammenspiel mit dem Qt-Framework. Qt Creator verfügt über einen Projektassistenten sowie eine kontextsensitive Qt-Hilfe. Der C++-Editor bietet übliche Funktionen wie eine automatische Codevervollständigung sowie verschiedene Navigationsoptionen und Warnungen vor Fehlern. Qt Creator ist dabei explizit nicht als Ersatz für Visual Studio, Eclipse oder ähnliche Produkte konzipiert. Die Software soll vor allem neuen Qt-Nutzern helfen, schneller mit dem Toolkit arbeiten zu können. Die Software unterliegt den Bestimmungen der LPGL. Weiterhin gibt es kommerzielle Lizenzen, die kostenlos erhältlich sind.

Neu ist außerdem das Qt SDK. Das Paket enthält die Qt-Bibliotheken, den Qt Creator inklusive Qt Designer und Qt Assistant sowie den Qt Linguist. Damit soll sich schnell eine Entwicklungsumgebung einrichten lassen, um mit Qt Anwendungen für verschiedene Plattformen zu schreiben. Das SDK gibt es derzeit für Windows, Linux und MacOS X. Eine Embedded-Variante soll erst später folgen.

Alle Komponenten stehen unter qtsoftware.com zum Download bereit.



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antiplasma 04. Mär 2009

Am besten ganz auf Plasma verzichten. Dann hat man eh keinen Stress mit Qt 4.5.

SirDodger 03. Mär 2009

Ich wart sehnsüchtig auf ein natives Quanta für KDE4.2 ...

Eingestellt 03. Mär 2009

http://www.qtsoftware.com/about/news/qt-software-discontinues-qt-extended


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