Microsoft will Regeländerung für "Sex-Profile" bei Xbox Live
Richard Gaywood hatte ein Problem: Zwar heißt der Brite tatsächlich "Gaywood" – aber nennen durfte er seinen Namen in Xbox Live nicht. Die Nutzerbedingungen des Onlinedienstes von Microsoft verbieten innerhalb der Profile unter anderem Hinweise auf die sexuelle Orientierung der Mitglieder – und im englischen Sprachraum hat "gay" nun mal die gleiche Bedeutung wie hierzulande "schwul".
Das Verbot betrifft Hinweise auf homo-, hetero- und bisexuelle Vorlieben. In letzter Zeit hatte es in den USA wiederholt Attacken von Homosexuellenverbänden gegeben. Erst Ende Februar 2009 hatte eine lesbische Amerikanerin namens Teresa sich auf der Webseite The Consumerist(öffnet im neuen Fenster) beschwert, weil ihr Account von Microsoft gesperrt wurde.
Jetzt kündigt Stephen Toulouse, Manager bei Xbox Live, in seinem Blog an(öffnet im neuen Fenster), dass er für Microsoft eine neue Möglichkeit suche, "auf sichere Art die bevorzugte Art der Beziehungskonstellation auszudrücken". Ganz einfach sei das nicht: Schlüsselworte wie "gay" seien in der Vergangenheit überwiegend in einem andere Mitglieder beleidigenden, statt in einem die eigene Person beschreibenden Zusammenhang verwendet worden.
Details, wie Microsoft künftig mit dem Thema umgehen möchte, hat Toulouse noch nicht. Er deutet aber an, dass er Betroffenen die Möglichkeit geben möchte, ihre jeweiligen Präferenzen in einem Kontext darzustellen, der zumindest nicht zu missverstehen sei – was seinem Team die Möglichkeit gebe, dann bei beleidigend gemeinten Wörtern und Texten umgehend einzuschreiten.
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