BMW testet lernende Navigation
Für diese Vorausschau muss das Navigationssystem zunächst lernen. Für jeden Fahrer wird ein geschütztes Profil angelegt, das Informationen zu dessen Fahrten speichert. Ziele, Abkürzungen und Schleichwege, aber auch Uhrzeit und beispielsweise die Sitzbelegung können hier als Informationen dienen. ""Montagmorgens hält mein Auto den Weg in die Arbeit für am wahrscheinlichsten. Sitzt mein Kind im Auto, plant die Navigation auch den Umweg zum Kindergarten ein. Und samstagmorgens schätzt mein individueller Routenplaner, dass es zum Sport geht", beschreibt Winckler seine Erfahrungen mit dem Prototypen.
Durch eine Verknüpfung der vorausschauenden Navigation mit den fahrzeuginternen Systemen soll es zudem möglich werden, den Benzinverbrauch zu senken. So wirkt die Bremsenergierückgewinnung heute nur im Schubbetrieb, also beispielsweise erst beim tatsächlichen Bergabfahren. Mit einer vorausschauenden Navigation könnte sie schon dann greifen, wenn das Gefälle noch ein Stück voraus liegt. Sie weiß ja, dass dort die Batterie wieder voll wird. Zudem kann schon vor der Auffahrt auf die Autobahn das Brennverfahren umgestellt, die Motoröl- und Kühlmitteltemperatur angepasst und das Automatikgetriebe auf den bevorstehenden Schaltvorgang vorbereitet werden. Der Beschleunigungsvorgang an der Auffahrt soll damit an Dynamik gewinnen.
Für Hybridantriebe sind darüber hinaus Informationen zu voraus liegenden 30er Zonen und deren Länge interessant, um den Ladezustand der Akkus entsprechend anzupassen und optimal auszunutzen. In den Prototyp ist daher auch eine Kamera zur Verkehrszeichenerkennung integriert. Sie bringt dem Navigationsgerät noch unbekannte Tempolimits bei.
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