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Cosmopolitan-Verlag plant E-Book-Reader mit Farbdisplay

Hearst-Medienkonzern und E Ink wollen faltbares Gerät auf den Markt bringen. Der Hearst-Medienkonzern arbeitet an einem eigenen, papierdünnen E-Book-Reader. Der Verlag, der Titel wie das Frauenmagazin Cosmopolitan und circa 16 Tages- und 49 Wochenzeitungen herausgibt, kann dabei auf eine Beteiligung setzen: das in Cambridge ansässige Unternehmen E Ink, eine Ausgründung des MIT, an dem Hearst Anteile besitzt.
/ Achim Sawall
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Mehr Unternehmen setzen auf E-Book-Reader und hoffen auf einen baldigen Durchbruch auf den Massenmarkt. Um Kosten für Druck, Papier und Auslieferung zu sparen, plant der US-Medienkonzern Hearst die Herausgabe eines eigenen E-Book-Readers. Der E-Reader "wird ein wichtiger Teil unserer Zukunft" , sagte der Hearst-Manager Kenneth Bronfin, der die Interactive-Media-Sparte anführt, im Gespräch mit dem Fortune-Magazin(öffnet im neuen Fenster) . Details könne er noch nicht verraten, so Bronfin weiter. Bronfin hat einen Sitz im Vorstand von E Ink, einem Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem der Verlag vor über zehn Jahren Anteile erwarb.

Das Gerät soll mit einem größeren Display als Amazons Kindle 2 ausgestattet werden und im Jahr 2010 auf den Markt kommen. Erscheint die erste Generation des Hearst-Readers noch mit einem Schwarz-Weiß-Display, sollen kommende Geräte ein hochauflösendes Farbdisplay bieten und auch Videos wiedergeben können. Inhalte lassen sich über einen drahtlosen Internetzugang auf den Reader laden. Geprüft wird auch, ob der Reader faltbar sein wird.

Hearst will seinen Magazin-Reader auch an andere Verleger vermarkten, die das Gerät unter eigenem Firmenlogo anbieten können. "So etwas kann Amazon sich niemals erlauben" , zitiert Fortune eine Person, die mit dem Hearst-Projekt vertraut ist. Der E-Commerce-Konzern werde die Kontrolle über das E-Book nicht aufgeben.


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