Telekom-Tarifrunde: Beschäftigte vor dauerhaftem Streik?
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom eine Eskalation angedeutet. Verdi will für die Beschäftigten 8,5 Prozent mehr durchsetzen. Die Telekom bietet 5,5 Prozent über zwei Jahre und eine Erfolgsbeteiligung. Zum 1. Januar 2009 sollen die Gehälter um 3 Prozent steigen, ein Jahr später um weitere 2,5 Prozent. Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger strebt nach eigenem Bekunden ein faires und schnelles Ergebnis an.
Die Gespräche laufen am 27. Februar 2009 in Siegburg weiter, es ist die vierte Verhandlungsrunde. Am morgigen Samstag tagt dann die Große Tarifkommission von Verdi, um den Stand der Verhandlungen zu bewerten und über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Die Mitarbeiter an allen Telekom-Standorten in Nordrhein-Westfalen und Bayern aus dem Kundenservice und den technischen Bereichen sind heute zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.
Bei einer gemeinsamen Demonstration von Beschäftigten der Telekom und des Münchner Nahverkehrs warnte Josef Falbisoner, Landesbezirksleiter von Verdi-Bayern, die Gegenseite vor einer Blockadehaltung. "Sollte es in naher Zukunft zu keiner Lösung kommen, dann werden die Beschäftigten auch zu dauerhaften Streiks bereit sein", sagte Falbisoner. Die Telekom hatte für das Jahr 2008 einen Konzernüberschuss von 1,48 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Beschäftigten seien nicht schuld an der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Schieflage, betonte er. Lohnverzicht sei nicht die Lösung, sondern "das Problem".
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