Dells Gewinn bricht um fast 50 Prozent ein
Dell hat in seinem vierten Quartal 2008/2009 einen Gewinn von 351 Millionen US-Dollar (18 Cent pro Aktie) erzielt, nach 679 Millionen US-Dollar (31 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Belastet wurde das Ergebnis mit Sonderposten in Höhe von 277 Millionen US-Dollar für Restrukturierungsmaßnahmen, Aktienoptionsprogramme für Mitarbeiter und Erneuerungen in der Fertigung. Vor Sonderposten wurden die Analystenschätzungen überboten.
Der Umsatz fiel um 16 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar und lag damit unter den Erwartungen der Börse. Der Einbruch zeigte sich bei Dell in allen Märkten und in den meisten Geschäftsbereichen: Der Umsatz mit Notebooks fiel um 17 Prozent auf 4 Milliarden Dollar, Desktop-PCs gaben um 27 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar nach, und das Servergeschäft sackte um 16 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar ab. Den einzigen Lichtblick bildete Dells Speichersparte, wo der Umsatz um 7 Prozent auf 692 Millionen US-Dollar stieg.
"Wir können nicht vorhersagen, wie tief dieser Abschwung sein wird und wie lange er andauert", sagte Finanzchef Brian Gladden. "Wir erwarten aber eine ähnliche Schwäche während des laufenden Quartals". Als Konsequenz kündigte er die Verschärfung des Sparkurses um eine weitere Milliarde Dollar an. "Wir tun alles, was wir können, um unsere Gesamtkosten zu senken, so dass wir konkurrenzfähig sein können, egal was passiert", betonte er. Es gebe aber "noch mehr zu tun".
Dell-Konzernchef Michael Dell hatte bereits zuvor das Ziel vorgegeben, durch den Abbau von Arbeitsplätzen und die verstärkte Auslagerung der Produktion bis zum Jahr 2011 Einsparungen in Höhe von 3 Milliarden Dollar zu erzielen. Dell hatte im vierten Quartal 9.400 weniger Beschäftigte als im Vorjahr, was einem Abbau von 11 Prozent der Belegschaft entspricht.
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