Intels CEO erklärt Windows 7, die Chipkrise - und Nvidia
Auf der jährlichen "Goldman Sachs Technology and Internet Conference" nahm Otellini laut einem Bericht von Cnet(öffnet im neuen Fenster) zu allen Themen Stellung, die die PC-Branche derzeit bewegen. Im Zentrum stand dabei freilich die Wirtschaftskrise, die auch Intel bereits im vierten Quartal 2008 schwer getroffen hatte.
Die wachsende Konkurrenz bei Chipsätzen, allen voran Nvidia , sieht Otellini gelassen: "Wenn man keinen Prozessor hat, was kann man denn sonst noch verkaufen?" , meinte der Intel-Manager. Grafikfunktionen würden bei den meisten Rechnern ohnehin bald auf der CPU sitzen , wer mehr Grafikleistung brauche, "kann sie von denen (Nvidia, Anm. d. R.) oder uns kaufen" , gab sich Otellini selbstbewusst. Dabei bezog er sich mit seinen Angeboten auf die Larrabee-Architektur , die aber noch nicht einmal öffentlich vorgeführt wurde, und ließ die Nummer zwei des Geschäfts mit Grafikkarten, AMD, außen vor.
Zum Thema Netbooks sagte Intels CEO: "Wir haben da eine Lunte angezündet. Das ist gegenwärtig der einzige Lichtblick in der PC-Industrie" . Dennoch rechne der gegenwärtige Atom-Prozessor laut Otellini immer noch weniger als halb so schnell wie der billigste Celeron – was aber nur beim Vergleich zwischen Desktopprozessoren stimmt, mobile Celerons sind in etwa gleich schnell wie Atom-CPUs , brauchen aber viel mehr Strom.
Daher müsse man sich, so Otellini, mit Netbooks weiter auf Einschränkungen gefasst machen. Das vielfach von Microsoft geäußerte Versprechen, Windows 7 laufe – anders als Vista – auch flüssig auf Netbooks, sei mit einem solchen Kompromiss verbunden. Otellini erklärt, die "Starter Edition" von Windows 7 sei wie schon die entsprechende Ausgabe von Windows XP auf das gleichzeitige Ausführen von drei Anwendungen begrenzt.
Wie Microsoft bereits angekündigt hat, soll die Starter-Edition, anders als bei dieser Version von Windows XP , weltweit angeboten werden. Woraus die drei Anwendungen bestehen, und ob darunter beispielsweise auch schon ständig laufende Tools wie Virenscanner oder Instant Messenger fallen, ist noch nicht bekannt.
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