Google schließt sich EU-Beschwerde gegen Microsoft an
Google schließt sich einem EU-Kartellverfahren gegen Microsoft an. "Google ist der Ansicht, dass auf dem Browsermarkt nach wie vor weitgehend kein Wettbewerb herrscht, was die Innovation für die Nutzer hemmt", so Sundar Pichai, Vice President für Product Management bei Google, in einem Unternehmensblog. "Das liegt daran, dass Internet Explorer mit Microsofts marktbeherrschendem Computerbetriebssystem verbunden ist, was dem Browser einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Produkten verschafft". Google bietet mit Chrome einen eigenen Browser an.
Am 17. September 2007 bestätigte der Europäische Gerichtshof die von der EU-Kommission gegen Microsoft verhängten Strafen weitgehend, einschließlich der Forderung, bestimmte Programmierschnittstellen offenzulegen. Auf das Urteil beruft sich Opera, das sich gegen die enge Verzahnung des Betriebssystems Windows und des Browsers Internet Explorer wehrt. Zudem kritisiert Opera, dass sich Microsofts Internet Explorer nicht an Webstandards halte. Google kann als einer der Beschwerdeführer Einblick in nichtöffentliche Prozessunterlagen nehmen.
Laut Angaben des Marktforschungsunternehmens Net Applications hatte Microsofts Internet Explorer im Januar 2009 einen Anteil von 68 Prozent am Browsermarkt. Vor zwei Jahre war der weltgrößte Softwarekonzern mit circa 80 Prozent noch weitaus stärker. Firefox hält rund 21,5 Prozent des Marktes, während der Safari-Browser von Apple auf 8,3 Prozent kommt. Der Neuling Google-Chrome liegt bei 1 Prozent.
Unter den Nutzern von Golem.de sieht die Verteilung allerdings anders aus: Hier liegt Firefox mit knapp 61 Prozent deutlich vorn, gefolgt vom Internet Explorer mit knapp 23 Prozent. Dahinter folgen Opera (6,3 Prozent) und Safari (5,5 Prozent). Chrome kommt auf 1,5 Prozent.
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