Xeon mit Dual-Core bei 45 Watt, kleiner Atom billiger
Die drei neuen Xeons in 45-Nanometer-Technik namens L3110 (3,0 GHz), L3360 (2,83 GHz) und X3380 (3,16 GHz) passen in den Sockel LGA775 für Server mit nur einer CPU-Fassung. Sie arbeiten mit einem effektiven FSB-Takt von 1.333 MHz, bieten sich also als Upgrade für die 2008 erschienene Garlow-Plattform mit dem Chipsatz 3200 an.
Kommt es auf besonders sparsame Server an, setzt der L3110 (224 US-Dollar) mit Wolfdale-Kern bei den Xeons der 3-GHz-Klasse einen neuen Rekord mit einer TDP von nur 45 Watt. Dazuzurechnen sind aber noch rund 24 Watt für den 3200-Chipsatz. Zudem verfügt der Spar-Xeon nur über zwei Kerne. Kann man 65 Watt für die CPU in Kauf nehmen, bietet sich der L3360 (369 US-Dollar) mit vier Yorkfield-Kernen an. Der schnellste Xeon der 3000er-Serie mit gleichem Kern ist jetzt der X3380 (530 US-Dollar), er braucht für seine 3,16 GHz aber 95 Watt TDP.
In ganz anderen Regionen rechnen da die Atom-Prozessoren mit einer TDP von rund 2 Watt. Da der umkämpfte Netbook-Markt immer flachere Rechner hervorbringt, verbauen die Hersteller vermehrt den Atom Z530 statt des bisher üblichen N270. Beide Prozessoren sind in ihrer Leistung (1,6 GHz, FSB 533) identisch. Der Z530 steckt aber in einem deutlich kleineren Chipgehäuse von 13 x 14 Millimetern. Der N270 benötigt 22 x 22 Millimeter auf dem Mainboard. Zudem gibt Intel für ihn eine TDP von 2,5 Watt an, beim Z530 sollen es 2,2 Watt sein.
Auf den Z530 setzen beispielsweise Dell mit dem Inspirion Mini 10 und MSI mit dem U115. Die CPU war bisher jedoch mit 70 US-Dollar in 1.000er-Stückzahlen viel teurer als der N270, für den Intel bei gleichen Konditionen nur 44 US-Dollar verlangte. Immerhin um sieben Prozent auf 65 US-Dollar hat Intel jetzt den Preis für den Z530 gesenkt. Weitere Preissenkungen erfolgten zum 22. Februar 2009 bei Intel nicht. Bei seinen Desktopprozessoren hatte Intel erst am 19. Januar 2009 massive Abschläge gewährt, nachdem die Mittelklasse der Core-2-Quads durch AMDs Phenom II unter Druck geraten war.