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Funcom tief in den roten Zahlen

Norwegischer Publisher muss massive Verluste verkraften. Die Bilanzen von Funcom , des Herstellers von Age of Conan, sehen schlecht aus. Das norwegische Unternehmen muss wegen Abschreibungen auf das Onlinerollenspiel ein dickes Minus im letzten Geschäftsjahr verkraften.
/ Peter Steinlechner
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Eigentlich sollte es ein glänzendes Geschäftsjahr werden, schließlich kam im Mai 2008 das Onlinerollenspiel Age of Conan auf den Markt – wenige Wochen später berichtete Publisher Funcom über weltweit rund 700.000 verkaufte Exemplare. Trotzdem meldet das norwegische Unternehmen nun für 2008 bei Umsätzen von 39,9 Millionen US-Dollar einen Verlust von 33,8 Millionen US-Dollar; im Vorjahr stand unter dem Strich bei Umsätzen von 4,6 Millionen US-Dollar noch ein Plus von 2,16 Millionen US-Dollar. Grund für den hohen Verlust sind vor allem Abschreibungen auf Age of Conan. Ohne diese Sondereffekte hätte Funcom einen Gewinn von 5 Millionen US-Dollar verbuchen können. Nach Bekanntgabe der Zahlen erklärte Finanzvorstand Olav Sandnes seinen Rücktritt.

Wichtigster Grund für die Probleme bei Funcom sind die viel zu niedrigen Abonnentenzahlen bei Age of Conan. Norwegische Insider berichten, dass das Onlinerollenspiel derzeit nur noch rund 100.000 zahlende Mitglieder hat. Funcom selbst nennt schon seit längerem keine Abozahlen mehr, hat aber die Zahl der Server im Januar 2008 von 49 auf 18 gesenkt.

Seitdem ist nach Angaben des Unternehmens die Menge der Abonnenten "relativ stabil" geblieben. Derzeit arbeiteten rund 120 Entwickler an neuen Inhalten und Verbesserungen. Außerdem soll das Spiel demnächst in weiteren Märkten an den Start gehen.


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