Abo
  • Services:
Anzeige

Verbraucherschützer gegen zweifelhafte Handyortungsdienste

Ungewünschte Überwachung "streng genommen sogar strafbar"

Im Internet finden sich zahlreiche Anbieter, die bei der Suche nach dem verlorenen Handy, dem vermissten Kind oder dem vermeintlich untreuen Partner behilflich sind. Verbraucherschützer warnen davor, dass die dort geforderte Einwilligungs-SMS gefälscht werden kann. Das sei "nicht nur moralisch bedenklich, sondern könnte juristisch streng genommen sogar strafbar sein", sagt Beate Scharf von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Wer andere Menschen heimlich mit einem Handyortungsdienst überwacht, macht sich möglicherweise strafbar. "Weiß dieser nichts davon, dass er überwacht wird, ist das sicher nicht nur moralisch bedenklich, sondern könnte juristisch streng genommen sogar strafbar sein", erklärt Beate Scharf von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Anzeige

Zwar würde für die Handyortung neben der Mobilfunknummer die Einwilligung des Gesuchten benötigt, aber dafür reicht derzeit eine SMS aus. "Die geforderte SMS zur Einwilligung in den Suchdienst kann aber gefälscht werden und beweist nicht, dass sie auch wirklich vom Inhaber des Handys stammt", sagt Scharf. Durch eine Sperr-SMS lässt sich die Zustimmung zwar wieder aufheben, doch die Verbraucherschützer begrüßen dennoch einen Plan der Bundesregierung, der das heimliche Aufspüren von Handys eindämmen soll. Die Ortung soll danach künftig nur noch möglich sein, wenn der Betroffene ausdrücklich, gesondert und schriftlich zugestimmt hat. Die geplante Neuregelung soll in die Novelle des Telekommunikationsgesetzes aufgenommen werden.

Aus der Signalstärke, der Laufzeit und der Antennenrichtung lässt sich der Aufenthaltsort eines Handys erkennen. Weil es in städtischen Ballungszentren in der Regel viele Funkzellen gibt, liegt die Genauigkeit nach Netzbetreiberangaben üblicherweise zwischen 30 und 250 Metern. In ländlichen Regionen kann sie deutlich abfallen und auch mehr als 1.000 Meter betragen.

Zwei Methoden ermöglichen die Handyortung: Das Funkzellenverfahren funktioniert auf allen Handys. Gerätebasierte Ortung ist nur auf internetfähigen Geräten möglich. Dabei muss außerdem ein Programm auf das Mobiltelefon geladen werden. Sofern eine entsprechende Software auch bei der Gegenstelle installiert ist, lässt sich eine Karte anzeigen, auf der der Aufenthaltsort des Überwachten markiert ist.

Zehntausende besorgter Eltern haben sich nach Angaben des IT-Branchenverbands Bitkom bereits bei Diensten angemeldet, mit denen sie die Mobiltelefone ihrer Kinder schnell lokalisieren wollen. Kaufentscheidungen fielen deshalb immer häufiger für Mobiltelefone mit GPS-Funktion. Etwa jedes sechste Handy (17 Prozent) sei mit GPS-Ortungsfunktion ausgerüstet.


eye home zur Startseite
Captain 25. Feb 2009

Selbst ersteres finde ich nicht gut, denn Kinder die mit Überwachung leben, werden nie...

Captain 25. Feb 2009

Oder ... lass uns mal gucken, wo die Eltern grade sind.. ob der kranke Angestellte auch...

Himmerlarschund... 24. Feb 2009

Ich seh hier keine Werbung, was mach ich falsch? :-)

alles Zufakll 23. Feb 2009

Beachte den Werbebanner im Artikel. ;)

Tritt in 23. Feb 2009

Bäume sind die Pest und verschandeln jede Landschaft.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Comline AG, Dortmund
  2. Bosch Software Innovations GmbH, Berlin
  3. AEVI International GmbH, Berlin
  4. INTENSE AG, Würzburg, Köln (Home-Office)


Anzeige
Top-Angebote
  1. 139€
  2. 499,99€ - Wieder bestellbar. Ansonsten gelegentlich bezügl. Verfügbarkeit auf der Bestellseite...
  3. 349€ inkl. Abzug (Vergleichspreis 452€)

Folgen Sie uns
       


  1. Übernahme

    SAP kauft Gigya für 350 Millionen US-Dollar

  2. Core i9-7980XE im Test

    Intel braucht 18 Kerne, um AMD zu schlagen

  3. Bundestagswahl 2017

    Ein Hoffnungsschimmer für die Netzpolitik

  4. iZugar

    220-Grad Fisheye-Objektiv für Micro Four Thirds vorgestellt

  5. PowerVR

    Chinesen kaufen Imagination Technologies

  6. Zukunftsreifen

    Michelin will schwammartiges Rad für fahrerlose Autos bauen

  7. Bundestagswahl 2017

    Union und SPD verlieren, Jamaika-Koalition rückt näher

  8. IFR

    Zahl der verkauften Haushaltsroboter steigt stark an

  9. FTTH

    CDU für Verkauf der Telekom-Aktien

  10. Konkurrenz

    Unitymedia gegen Bürgerprämie für Glasfaser



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

  1. Re: Muhahaha - Herrmann zieht nicht in den...

    Muhaha | 10:18

  2. Re: Nutzen von ECC?

    apriori | 10:17

  3. Re: Entspricht dem Schenker Via 14

    DigitPete | 10:16

  4. Re: Typich das Veralten der Massen

    Camui | 10:14

  5. Re: Folgen der Ignoranz

    elf | 10:14


  1. 10:16

  2. 09:01

  3. 07:52

  4. 07:33

  5. 07:25

  6. 07:17

  7. 19:04

  8. 15:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel