Ersteindruck: Das Google-Handy Magic von Vodafone (Update)
Bildschirmtastatur für Texteingaben
Weil die Tastatur vielfach im Hochformat genutzt werden muss, bleibt nicht viel Platz, um die Tasten zielsicher mit dem Finger zu treffen. Der Platz für die einzelnen Tasten ist in etwa mit dem auf dem iPhone zu vergleichen, so dass es leicht zu Tippfehlern kommt. Das getestete Vorseriengerät erkannte einige Eingaben komplett falsch, so wurde ein E geschrieben, obwohl das darunter befindliche D getippt wurde. Kurios: Während ein Ä auf der Tastatur zu finden ist, fehlen ein Ü, ein Ö und auch ein ß ganz.
Das Vorserienmodell des Magic besitzt noch eine vorläufige Tastenbelegung, die sich so auf dem finalen Produkt nicht wiederfinden wird. Daher lässt sich derzeit noch nicht einschätzen, wie gut die Knöpfe für die Bedienung angeordnet sind. Die vom Hersteller zur Verfügung gestellten Produktfotos weisen bereits die fertige Tastenbelegung auf. Diese wird sich vermutlich weniger gut bedienen lassen als beim G1, weil an der Stelle der Zurück-Taste die Menütaste gesetzt wurde. Die Zurück-Taste befindet sich beim Magic dann rechts außen und ist damit weiter vom Trackball entfernt, als das beim G1 der Fall war.
Für das bequeme Starten von Suchanfragen wird das Magic einen Suchen-Knopf besitzen, der am Vorserienmodell noch fehlt. Diesen Knopf gibt es auch beim G1, er ist dort aber in die Tastatur integriert. Damit eine Suche bequem gestartet werden kann, genügt ein Druck auf die Suchen-Taste, die dann die Bildschirmtastatur aufruft. Wie auch beim G1 springt der Nutzer in jeder Android-Applikation direkt in die Sucheingabe – eine sehr nützliche Funktion.
Kein Kameraauslöser, keine 3,5-mm-Buchse
Wie beim G1 fehlt auch dem Magic ein Auslöseknopf für die integrierte 3,2-Megapixel-Kamera. Damit ist es nicht so komfortabel wie bei vielen anderen Kamerahandys, ein Foto zu schießen. Für einen Schnappschuss muss der Nutzer auf den Trackball drücken oder ein Icon auf dem Display betätigen. Dabei passiert es leicht, dass die Aufnahme verwackelt. Ein Autofokus soll für scharfe Bilder sorgen, ein Digitalzoom war auf den Testgeräten nicht zu finden. Musikfreunde werden eine 3,5-mm-Klinkenbuche für Standardkopfhörer vermissen, die auch beim G1 schon fehlte.
Beide Modelle besitzen einen Micro-SD-Kartensteckplatz und hoffentlich lässt sich dieser beim Magic einfacher bedienen. Deutlich stärker ist dagegen der Akku im Magic. Bietet das G1 nur 1.150 mAh, so ist der Magic-Akku mit 1.360 mAh spezifiziert, was eine längere Akkulaufzeit verspricht.
In der zweiten Aprilhälfte 2009 will Vodafone das Android-Smartphone Magic auf den Markt bringen. Es wird dann vorerst nur in Schwarz angeboten. Obwohl die Produktbilder in Weiß gehalten sind, ist noch unklar, ob es das Gerät auch mit weißem Gehäuse geben wird. Zu Preisen ließ sich Vodafone noch keine Angaben entlocken. [von Yvonne Göpfert und Ingo Pakalski]
Nachtrag vom 23. Februar 2009, 14:41 Uhr:
Die Pressestelle von HTC wies darauf hin, dass es die Google-Zwangsbindung vom G1 beim Magic nicht geben wird. Während das G1 erst einsatzfähig ist, nachdem sich der Nutzer bei Google angemeldet hat, wird es diese Beschränkung beim Magic nicht mehr geben. Für die Nutzung von Google-Diensten wie Android Marketplace oder Google Mail ist dann aber eine Anmeldung bei Google erforderlich. Die betreffende Textstelle im Artikel wurde entsprechend korrigiert.
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