AMDs 6-Kerner "Istanbul" ist fertig
Wie schon bei der ersten Demonstration des Phenom II hat AMD den Istanbul exklusiv einigen US-Journalisten gezeigt. Wie TechReport berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wurde der 6-Kern-Prozessor in einem seriennahen Serversystem vorgeführt. Die Maschine verfügte über vier CPU-Sockel, so dass in einem Rack-Einschub 24 Kerne Platz hatten.
Istanbul basiert auf dem Kern Shanghai der aktuellen Opterons, statt vier sind aber nun sechs Cores auf einem Die integriert. Da Istanbul wie die Shanghais in den Socket F passt, soll er als einfaches Upgrade für bestehende Server dienen.
Das demonstrierte AMD laut TechReport bereits, indem zwischen einem Shanghai- und einem Istanbul-System die Prozessorkarten gewechselt wurden. Dabei führte AMD auch einen einzigen Benchmark vor, und zwar " Stream(öffnet im neuen Fenster) ", der vor allem den Datendurchsatz misst. Das Shanghai-System kam hier auf rund 25.000 MByte/s, die Istanbul-Maschine auf 42.000 MByte/s. Diese Angaben sind jedoch schwer zu vergleichen, da TechReport die Taktfrequenzen der Prozessoren nicht angibt.
Die Ursache für die deutliche Mehrleistung des Istanbul-Systems dürfte eine Funktion namens "HyperTransport assist" sein, die ähnlich Intels " Snoop Filter " arbeitet, der in Xeon-Plattformen seit "Caneland" zu finden ist. Die Speichercontroller der Prozessoren laden spekulativ die vermutlich als Nächstes benötigten Daten in den L3-Cache. Bei speicherlastigen Benchmarks wie Stream kann das einen deutlichen Vorteil bringen, die Auswirkungen auf echte Anwendungen sind jedoch weit geringer. In früheren Unterlagen nannte AMD diese Funktion auch "Probe Filter".
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