Hewlett-Packard Deutschland verdoppelt Stellenabbau
Volker Smid, der Deutschlandchef des IT-Konzerns Hewlett-Packard (HP), wird 556 Arbeitsplätze abbauen. Das berichtet das Magazin Wirtschaftswoche aus dem Umfeld des Betriebsrats. Smid, der seit Beginn des Jahres 2009 von Böblingen aus die Landestochter führt, muss dabei Vorgaben aus der Konzernzentrale im kalifornischen Palo Alto umsetzen.
Von den hierzulande annähernd 13.000 Konzernbeschäftigten sind 8.500 bei HP tätig. Weitere 4.200 arbeiten bei EDS, die HP 2008 für 13,9 Milliarden US-Dollar gekauft hatte. Durch die Integration würden 1.400 Stellen überflüssig: 1.150 bei EDS und 250 bei HP. Jetzt sollen bei HP weitere 306 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, so das Blatt weiter. Bestimmte administrative Tätigkeiten verlagert HP nach Osteuropa. "Größere Niederlassungen mit einem höheren Anteil übergeordneter Verwaltungstätigkeiten dürfte es stärker treffen", so ein Betriebsrat.
Wenn sich die geschäftliche Situation weiter so verschlechtere wie im ersten Quartal, würden sogar "weitere Arbeitsplätze zur Disposition stehen", heißt es in einem Flugblatt der IG Metall, das Golem.de vorliegt.
Bei EDS Operations Services riefen die Arbeitnehmerorganisationen IG Metall und Verdi am 10. Februar 2009 zum Warnstreik auf. Nach den Angaben beteiligten sich Beschäftigte an bundesweit 18 EDS-Standorten. Die größte Warnstreikaktion fand in Rüsselsheim statt. Die Streikenden verlangten, dass alle Standorte für mindestens drei Jahre gesichert würden und keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgten. Für die vom Arbeitsplatzabbau Betroffenen soll es Qualifizierungsmaßnahmen, Abfindungen und Vorruhestandsregelungen geben.


