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Wii-Whiteboard - die interaktive Tafel für jedermann

Wiimote als Sensor für Präsentationen mit Infrarotstift

Österreichische Medieninformatiker haben mit einfachen Mitteln eine interaktive Tafel entwickelt. Statt teurer und aufwendiger Technik nutzen sie die Fernbedienung von Nintendos Spielekonsole Wii und eine selbst entwickelte Software.

Artikel veröffentlicht am ,

Längst haben sich für die innovative Steuerung von Nintendos Spielekonsole Wii auch Anwendungen über den Spielebereich hinaus gefunden: Der US-Rüstungskonzern Raytheon etwa setzt die Wiimote getaufte Wii-Fernbedienung bei der Steuerung von Drohnen ein. Der Hersteller Movea hat eine Computermaus mit Bewegungssteuerung nach Wiimote-Vorbild konstruiert. Forscher in Österreich haben nun eine interaktive Tafel als Büroanwendung auf Wiimote-Basis entwickelt.

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Interaktive Tafeln sind praktisch: Nutzer können etwa in einer Präsentation Daten von ihrem Computer an die Wand projizieren, den Computer mit einem Stift über die Projektionsfläche bedienen oder etwas darauf schreiben. Allerdings sind diese Systeme eher für den Unternehmensbereich gedacht und recht teuer.

Die Medieninformatiker der Fachhochschule in St. Pölten haben jedoch eine günstigere Lösung gefunden, die auch zu Hause umsetzbar ist: Sie nutzen die Technik von Nintendo. "Alles was man zur Erstellung des Whiteboards benötigt, ist die Wii-Fernbedienung mit eingebauter Infrarotkamera - die auch separat von der Spielekonsole Wii günstig erhältlich ist -, einen Beamer sowie einen Infrarotstift, der relativ schnell selbst gebastelt werden kann", erklärt Projektleiter Klaus Temper.

Der Infrarotstift dient als Eingabegerät, mit dem der Nutzer auf die projizierte Tafel schreiben kann. Der Infrarotsensor der Wiimote nimmt die Bewegungen des Stifts auf und überträgt die Daten per Bluetooth an den Computer. Auf dem läuft eine von den Medieninformatikern entwickelte Software, welche die Wiimote-Daten verarbeitet. Über einen Beamer werden die Bewegungen dann an die Wand projiziert.

Der Stift dient zum einen als Maus, mit der der Nutzer den Computer über einen interaktiven Bildschirm bedienen, Anwendungen starten und ausführen kann. Zum anderen kann damit auf der Projektionsfläche wie auf einer Tafel geschrieben und das Geschriebene anschließend abspeichert werden. Dabei ist es auch möglich, in vorhandene Dokumente Notizen einzufügen.

"Somit kann man sich auf dem Whiteboard in Programmen wie Photoshop, Word oder Excel kreativ austoben, also beispielsweise handschriftlich Sachen markieren oder quasi malen. Dieses Gemalte wird dann automatisch gespeichert. Dabei ist es auch möglich, dem Infrarotstift den Befehl zum Markieren mit verschiedenen Farben zu geben", so Temper.

Ganz neu sei ihre Idee nicht, geben die Österreicher zu. Allerdings seien die bisherigen Konzepte für Wii-Whiteboards sehr kompliziert und deshalb nur etwas für Spezialisten. Ihre Lösung hingegen sei "für den Laien entwickelt" und damit "einfach umsetzbar und überall verwendbar". Die Anleitung sowie die nötige Software wollen die Pöltener in den kommenden Monaten auf ihrer Website veröffentlichen.

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uk (Golem.de) 24. Feb 2009

Bashen, Verallgemeinern und Beleidigen ist aber auch nicht, daher CLOSED.

Moki 23. Feb 2009

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Was die Medieninformatiker da...

Hotohori 23. Feb 2009

Jo, ist auch die exakt gleiche Funktionsweise, die Software dahinter scheint aber recht...

jojo1 23. Feb 2009

Kann es sein, dass ihr Infrarot uns Laser verwechselt. Eine Infrarotdiode ist in jeder...

shinzor 21. Feb 2009

Ich wollt schon sagen. Nen IR Pen hab ich mir schon vor gut nem Jahr gebaut. Meiner...


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