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Groovy 1.6 - Skriptsprache aufgebohrt

Wichtiger Entwicklungsschritt erreicht. Die Version 1.6 der objektorientierten Skriptsprache Groovy ist fertig. Damit erreicht das Open-Source-Projekt einen wichtigen Meilenstein und macht Entwicklern das Leben deutlich leichter.
/ Christian Klaß
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Die Groovy-Syntax ähnelt der von Java, wobei die objektorientierte Skriptsprache durch Python, Ruby und Smalltalk inspirierte Eigenschaften hat. Die Sprache integriert sich direkt in die Java-Plattform und arbeitet so auch mit Java-Code und -Bibliotheken zusammen. Der Groovy-Compiler übersetzt die Skripte vor ihrem Ablauf in Java-Bytecode, so dass sie sich auch von jedem anderen Java-Programm verwenden lassen.

Der Compiler von Groovy 1.6 soll schnellere Runtimes hervorbringen. Neu ist auch ein optionales "return" für if/else- sowie try/catch-Blöcke.

Mittels "CompileTime Metaprogramming" ergänzt der Compiler nun zudem automatisch Code zur Prüfung von Objektzuständen während der Programmlaufzeit. Zudem kann beeinflusst werden, wie der Compiler Objekte kompiliert. Beides wird durch Annotations – Anmerkungen und Hinweise – in Quellcode-Kommentaren ausgelöst.

Die Groovy-Entwickler haben zudem mit Grape ein Werkzeug zum Verwalten von Code-Bibliotheken integriert. Das ermöglicht die automatische Einbindung erforderlicher Bibliotheken von Dritten, wenn diese von Grape unterstützt werden. Die Bibliotheken werden heruntergeladen und installiert, sobald es erforderlich ist – also idealerweise beim ersten Aufruf.

Mitgeliefert wird der Groovy JmxBuilder, mit dem Groovy zur Steuerung komplexer Geschäftsprozesse als Domain Specific Language (DSL) unter Nutzung von Groovy-Objekten genutzt werden kann. Eine JSR-223-Scripting-Engine ist nun ebenfalls in Groovy integriert.

Groovy 1.6(öffnet im neuen Fenster) steht ab sofort als Binary und im Quelltext zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. [von Alexander Merz und Christian Klaß]


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