Microsoft will Experten für 3D-Gestensteuerung kaufen
Microsoft verhandelt mit den Eignern des israelischen Start-ups 3DV Systems, das mit der ZCam (früher Z-Sense) ein Produkt für Computergames anbietet. Das berichten die israelischen Tageszeitungen Globes(öffnet im neuen Fenster) und Haaretz(öffnet im neuen Fenster). Danach seien in Verhandlungen 30 bis 40 Millionen US-Dollar auf dem Tisch.
3DV wurde 1996 von der Rafael Development Corporation (RDC) gegründet, ein Gemeinschaftsunternehmen von Elron Electronic Industries (IDB Group) und Rafael Advanced Defense Systems, das Rafaels Patente auf elektrooptische Raketentechnologie vermarkten sollte. 3DV Systems hat dazu 38,6 Millionen Risikokapital eingesammelt. Mehrheitseigner ist Elron, weitere Anteile halten die Venture-Capital-Fonds Pitango, Kleiner Perkins Caufield & Byers und RDC Rafael Development.
Elron und Microsoft haben den Bericht bisher offiziell nicht kommentiert. Moshe Lichtman, Microsoft Vice President und Chef der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Israel, hatte kürzlich erklärt, dass der Konzern am Zukauf visueller Technik für den Bereich Medien und Unterhaltung interessiert sei.
Mit der ZCam will 3DV Systems eine der ersten preisgünstigen 3D-Kameras anbieten, die das Agieren in Computerspielen mittels Hand- und Körperbewegungen erlaubt. Die sogenannte Time-of-flight-Technologie basiert auf ausgesandten Infrarotstrahlen, die Entfernungen messen und damit zusätzliche Daten zum normalen Kamerabild liefern. Laut Hersteller sollen mit der ZCam, die 1,3-Megapixel-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde liefere, Bewegung bis in den Bereich von 0,4 Zoll messbar sein.
In Videokonferenzen erlaubt die ZCam das Einblenden eines beliebigen Hintergrunds, wie einen Flugplatz oder ein Büro. Im April 2008 wurde ein Second-Life-Interface basierend auf der ZCam vorgestellt, was die New York Times als 'Ankunft des Holodecks'(öffnet im neuen Fenster) feierte.
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