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Linux-Desktops für Brasilien

Bis zu zehn virtuelle Desktops auf einem physischen Computer. Die Firmen Userful und Thin Networks haben in Brasilien fast 360.000 virtualisierte Linux-Desktops an Schulen in Betrieb genommen. Landesweit sollen Schüler so Zugang zu Computern haben, während die Kosten pro Workstation gering gehalten werden konnten.
/ Julius Stiebert
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Insgesamt 356.800 virtualisierte Linux-Desktops werden Userful und Thin Networks in Betrieb nehmen. Sie sollen in Schulen in allen 5.560 Gemeinden Brasiliens stehen, teilte das kanadische Unternehmen Userful mit. Bis zu zehn virtuelle Maschinen laufen dabei auf einem physischen Rechner, so dass die Kosten laut Userful bei unter 50 US-Dollar pro Arbeitsplatz liegen – was sich aber nur auf den Rechner selbst, ohne Monitor, bezieht.

Auch Stromkosten sollen durch den Einsatz von Virtualisierung gespart werden. Für jeden weiteren virtuellen Arbeitsplatz werden die Monitore und Tastaturen direkt an den jeweiligen Computer angeschlossen. Einbußen bei der Leistung soll es laut Userful bei der eigenen Lösungen nicht geben, so dass sich beispielsweise auch problemlos Videos wiedergeben lassen. Bisher seien 18.750 dieser Workstations in Dorfschulen installiert. Die Hardware stellt Thin Networks, die Software kommt von Userful.

Während Userful von Virtualisierung spricht, ist dabei jedoch nicht der Einsatz eines Hypervisors gemeint. Vielmehr basiert die Technik auf der Annahme, dass die Computer bei normalen Tätigkeiten der Schüler – wie E-Mails und Texte schreiben – nicht ausgelastet sind. So können mehrere Desktops auf einem PC laufen und werden den unterschiedlichen Ein- und Ausgabegeräten zugeteilt.


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